Welches Spielzeug gab es im Mittelalter?

Von Computer und Co. träumte man im Mittelalter sicherlich nicht, doch die Kinder hatten auch damals schon Träume und Wünsche. Die archäologischen Funde aus der Zeit bestehen meist aus Keramik, da organisches Material nur in Trockenheit oder unter Luftausschluss erhalten blieb. Trotzdem weiß man heute, dass die Kinder im Mittelalter genauso gern gespielt haben, wie die modernen Kids und Phantasie und Erfinderreichtum viele unterschiedliche Spiele hervorbrachten. Einige der noch heute genutzte Spielzeuge gab es auch schon im Mittelalter lediglich das Material hat sich geändert. Ein paar Spielideen finden moderne Kids eher merkwürdig, aber viele Spiele wurden von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen genutzt. Brettspiele beispielsweise galten im Mittelalter als Spiel für Erwachsene und Kinder bekamen eher Tand in die Hände wie man Spielwaren damals im Deutschen bezeichnete.

Schweinsblase, Murmeln & Figuren

Mit Murmeln spielten im Mittelalter Erwachsene ebenso wie Kinder und auch Kegeln kannte man damals bereits. Dass am Schlachttag die Kinder aufgeregt über den Hof liefen, hat vor allem mit den Innereinen zu tun, denn die Schweinsblase war bei Kindern ein begehrtes Spielzeug. Aus ihr wurde der Luftballon des Mittelalters gefertigt. Figuren aus Ton bildeten auch im Mittelalter bereits die Grundausstattung für jede Spielkiste und Ritter waren dabei sehr begehrt.

Neben Ton wurden aber auch Knochen als Material für Spielzeug verwendet und Textilien, Holz oder Leder fanden ebenfalls Einlass in die Spielkisten. Bälle fertigte man aus Leder, Kreisel, Puppen und Windräder bestanden aus Holz und auch Keramik wurde zur Herstellung von Rasseln und Spielzeuggeschirr genutzt. Tretautos gab es damals noch nicht, doch dafür waren Schwerter und Pferde aus Holz sehr beliebt bei den Kindern im Mittelalter.

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