Älteste Tochter und Erbin des Grafen
Konrad I. von Luxemburg aus seiner 1. Ehe mit der Ermesinde
von Aquitanien, Tochter von Herzog Wilhelm Peter
Brandenburg Erich: Tafel 12 Seite 24
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
X. 63. EREMESINDE
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* ca. 1080, + 1143 24. VI.
Gemahl:
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a) Adalbert Graf von Dagsburg
+ vor 1101 (1098?)
b) ca. 1101
Gottfried Graf von Namur (siehe XI 153)
+ 1139
Anmerkungen: Seite 142
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XII. 77 Hugo
Über die Nachkommenschaft der Ermesinde aus
erster Ehe bestehen starke Meinungsverschiedenheiten. Siehe darüber
besonders H. Witte im Jahrb. für lothringische Geschichte 7, 114f.
Tihon, Les comtes de Moha (Instit. archeol. liegeois 23, 431 f.) und Vanderkindere
2, 151f., Möller, Stammtafeln 2, 143.
Ich kann die von Vanderkindere aufgestellte und von Möller
angenommene Meinung, wonach Graf Hugo aus der ersten Ehe Alberts
von Moha und Dagsburg angeblich mit einer Schwester des letzten
Grafen Hugo VI. von Dagsburg aus dem Hause EGISHEIM stammte, nicht
für richtig halten. Hugos VII. Sohn Hugo VIII. nennt in einer Urkunde
(siehe Tihon 446) die Ermesinde seine Großmutter und Hugo
VII. erhob Erbansprüche auf Luxemburg, die er nur als Sohn der Ermesinde
haben konnte. Ich halte es daher für sicher, daß er Alberts
Sohn aus dieser zweiten Ehe war. Daß er den Archidiakon Bruno von
Toul, Hugos VI. Bruder, avunculus nennt, beweist nichts dagegen; avunculus
bezeichnet sehr häufig auch den väterlichen Oheim, und ich halte
aus Gründen, deren Erörterunge hier nicht notwendig ist, Albert
mit Witte für einen Bruder Hugos VI. und Brunos, nicht für deren
Schwager, Hugo VII. war 1137 tot, da damals seine Frau Gertrud als Witwe
erscheint. Würdtwein, Nova subsidia 7, 96.
ERMESINDE I. VON LUXEMBURG
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+ 1141
Tochter und Erbin des Grafen Konrad I.
Folgt 1136 dem Neffen als Gräfin von Luxemburg.
1. oo Albrecht I. von Egisheim,
Graf von Dagsburg und Metz und Moha
+ 1098 Großneffe von Papst Leo IX.
2. oo Gottfried, Graf von
Namur
+ 1139
Renn, Heinz: Seite 148-149
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"Das erste Luxemburger Grafenhaus"
Einige Tatsachen aus dem Leben ihrer Kinder führen
zu demselben Schluß. Mathilde heiratet um 1097, Ermesinde
schenkt ihrem zweitem Gemahl noch nach 1111 fünf Kinder und stirbt
1141
[39 F. Rousseau, Henri d'Aveugle, Seite 14 und 20.].
Von den beiden Töchtern heiratet Ermesinde Albert
von Dagsburg-Moha, das in Brabant im Bistum Lüttich liegt und
bringt ihrem Gemahl die Grafschaft Longich als Mitgift. Dieser schenkt
nämlich am 10. Mai 1096 dem Kloster St. Vanne aus dem Erbbesitz seiner
Gattin zwei Kirchen zu Mont St. Martin und Villiers bei Longich. Bald darauf
ist Albert gestorben, ohne aus dieser seiner zweiten Ehe männliche
Nachkommen zu haben. Somit fällt Longich an Ermesinde zurück,
die diese Grafschaft dann ihrem zweiten Gemahl, Godfrid
von Namen, mit in die Ehe bringt. In einer Bestätigungsurkunde
obiger Schenkung Alberts an St. Vanne nennt Ermesinde ihren
Gemahl selbst Godfrid. Dieser Ehe entstammen fünf Kinder, von
denen ein Sohn, Albert, jung gestorben ist. Der einzige überlebende
männliche Sproß,
Heinrich
der Blinde, führt nach dem Erlöschen der männlichen
Linie auf der Luxemburg von 1136-1196 ein tatkräftiges Regiment. Außerdem
ist er Herr von Namen, Laroche und Durbuy. Seine drei Schwestern Klementia,
Adelheid
und
Beatrix
versippen sich mit bedeutenden Adelsgeschlechtern. Klementia heiratet
Herzog Konrad von Zähringen (+ 1152) und wird so die Stammesmutter
der weiteren Herzöge von Zähringen. Ihre gleichnamige Tochter
wird die erste Gemahlin Heinrichs
des Löwen: Adelheid wird von Balduin IV. von Hennegau
heimgeführt und hinterläßt ebenfalls eine zahlreiche Nachkommenschaft.
Beatrix schenkt ihrem Gemahl, dem Grafen Günther von Rethel
acht Kinder, von denen eine Tochter gleichen Namens Roger
II. von Sizilien ehelicht. Aus dieser Verbindung geht Konstanze,
die Gemahlin Kaiser
HEINRICHS VI., hervor. Heinrich
der Blinde von Luxemburg und seine Tochter Ermesinde
sind also mit den letzten STAUFERN
ziemlich nahe verwandt.
Schwinekörper Berent: Band III Seite 378
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"Das hochmittelalterliche Städtewesen Westeuropas"
in: Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen
Schließlich ist zu erwähnen, daß Graf Albert von Dadsburg-Moha in erster Ehe mit Gräfin Ermesindis von Luxemburg verheiratet war, die bald nach dessen 1098 erfolgten Tode Graf Gottfried von Namur in zweiter Ehe ehelichte und dadurch Mutter der Clementia, Gemahlin Herzog Konrads von Zähringen, des vermutlichen Gründers von Freiburg, wurde.
Hoensch, Jörg K.: Seite 16
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie
gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."
Der Tod Konrads II. löste einen Erbstreit zwischen seiner Schwester Liutgrad und deren Gemahl Heinrich II., Graf von Grandpre in der Champagne, einerseits und der Familie ihrer Tante Ermesinde, einer Tochter Konrads I. und Schwester der Grafen Heinrich III. und Wilhelm andererseits aus, die seit etwa 1111 in zweiter Ehe mit dem Grafen Gottfried von Namur verheiratet war und mit ihm fünf Kinder hatte. Nachdem der neu gewählte König KONRAD III. VON STAUFEN (1138-1152) in dem bemühen, sich die Unterstützung dieser bedeutenden Territorialherren zu sichern, 1136 Heinrich IV. mit der Grafschaft Luxemburg belehnt hatte, wurde der Allodialbesitz des verstorbenen Grafen zwischen den beiden Familienzweigen aufgeteilt.
Heinemann Hartmut: Seite 219
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"Das Erbe der Zähringer"
Ein erstes Mal bezeichnet nämlich König FRIEDRICH II. im März dieses Jahes 1214 Bertold von Urach, Abt des Zisterzienserklosters Tennebach, als seinen consanguineus, das heißt also als seinen Blutsverwandten. Diese Blutsverwandtschaft des STAUFERS mit der Familie der Herzöge von Zähringen war weit hergeholt. Sie lief, wie der Chronist Reiner von Lüttich zum Jahr 1218 auch ausdrücklich bescheinigt, über Clementia von Namur-Luxemburg, die Gemahlin Herzog Konrads von Zähringen und Großmutter des letzten Herzogs Berthold V. und dessen beiden Erbschwestern Agnes und Anna. Die staufische Verwandtschaft knüpfte an Beatrix von Namur, eine Schwester der genannten Clementia, und ihre gemeinsamen Eltern, Gottfried von Namur und Ermesinde von Luxemburg an [28 Hansmartin Schwarzmaier, Königtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen oberer Ill und Lech (Studien zur Geschichte des bayerischen Schwabens 7), Augsburg 1961, Seite 117 Anm. 96; Armin Wolf, Hatte Heinrich der Löwe eine Schwester? Der Markgraf von Ronsberg und die deutsche Königswahl, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 40 (1980), Seite 239f. Anm. 49.].
Schwineköper, Berent: Seite 377,378
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"Das hochmittelalterliche Städtewesen Westeuropas
und die Städtegründungen der Herzöge von Zähringen
im deutschen Südwesten" in: Die Zähringer
Zu nennen wäre ferner Floreffe, wo Ermesindis
von Namur, die Mutter der Clementia, der späteren Ehefrau
Konrads von Zähringen, das nach Premountre erste Kloster dieses
werdenden Ordens gegründet hatte. Dem Ort wurde 1151 das vermutlich
bei der Klostergründung von Graf Godfried, dem Vater Clementias,
bereits verliehene Recht von Namur bestätigt.
Sie treten bald in enge verwandtschaftliche Bindungen
mit den ZÄHRINGERN. Auf diesem Wege wurde Bertold I.
Schwager des Grafen Hugo VIII. von Dagsburg/Dabo aus einem an der
Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen sitzenden Zweig der ETICHONEN/EGISHEIMER,
aus deren Familie Papst
Leo IX. stammt. Die DAGSBURGER hatten offenbar wiederum
enge Beziehungen zum gesamten lothringischen Raum bis in dessen niederländischen
Teil hinein. Richwardis von Dagsburg hatte Graf Balduin VI. von
Flandern geheiratet, den Gründer von Gerardsbergen. Hugo VII. von
Dagsburg war Ehemann der Mathilde von Eename bei Audenaarde. Heinrich,
der Bruder Hugos VIII., des Schwagers Herzog Bertolds I. von
Zähringen, erheiratete die Grafschaft Moha, von der an sich nicht
viel bekannt ist. Schließlich ist zu erwähnen, daß Graf
Albert von Dagsburg-Moha in erster Ehe mit Gräfin Ermesindis
von Luxemburg verheiratet war, die bald nach dessen 1098 erfolgten
Tod Graf Gotfried von Namur in zweiter Ehe ehelichte und dadurch
Mutter der Clementia, Gemahlin Herzog Konrads von Zähringen,
des vermutlichen Gründers von Freiburg, wurde.
1. oo Albrecht I. von Egisheim Graf von Dagsburg
- 1098
Großneffe von Papst Leo IX.
1111
2. oo 2. Gottfried Graf von Namur
- 1139
Kinder:
1. Ehe
Hugo IX. Graf von Egisheim
um 1097- um 1137
Mechthild von Egisheim
- nach
1135
oo Folmar III. im Bliesgau
- 1142
2. Ehe
Adelheid
- 7.1168
um 1130
oo Balduin IV. Graf von Hennegau
um 1110-2.11.1171
Heinrich IV. der Blinde
1120/25- 1196
Beatrix
-
1160
oo Gonthier Graf von Rethel
um 1100-
1158
Clementia
-28.12.1158
um 1130
oo Konrad Herzog von Zähringen
um 1090-8.1.1152
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 12 Seite 24,142
- Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen.
Hg. von Karl Schmid; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 219,377,378
-
Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche
Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer
2000 Seite 16 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer
Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 513 - Renn, Heinz:
Das erste Luxemburger Grafenhaus, Bonn 1941 Seite 148-149 - Schwineköper,
Berent: Das hochmittelalterliche Städtewesen Westeuropas und die Städtegründungen
der Herzöge von Zähringen im deutschen Südwesten, in Die
Zähringer Schweizer Vorträge und neue Forschungen von Karl Schmid
(Hg), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990 Band III Seite 378 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993
Tafel 68 -