Sohn des Edelherrn Hermann II. zur Lippe und der
Oda von Tecklenburg, Tochter von Graf Simon
Simon I. zur Lippe
wurde als ränkevoll und streitsüchtig beschrieben,
war zuerst Probst zu Busdorf, dann Verweser des Erzbistums Bremen
für den alten Onkel Gebhard II. und versuchte 1258/59 dem Neffen
die Nachfolge in Bremen zu sichern und scheiterte gegen Oldenburg in der
Schlacht bei Munderloch. Er wurde 1247 Bischof von Paderborn, geriet
schroff gegen die Erzbischöfe von Köln, unter anderem wegen des
Befestigungsrechtes und Lehensfragen, unterlag in der Schlacht am Wulveskamp
und war 1254-1256 gefangen. Er schloß 1267 ein Bündnis mit Köln
gegen Jülich, wurde in der Schlacht bei Zülpich geschlagen und
bis 1269 in Münster gefangen. Er versöhnte seine Neffen und war
ab 1275 Vormund seines Großneffen Simon I. in Lippe. Er verbündete
sich als Bischof mit dem Erzbischof von Mainz.