2. Sohn des Herzogs Wilhelm II. von Jülich
und der Maria von Geldern, Tochter von Herzog Rainald II.
Thiele, Andreas: Tafel 3
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser I Westeuropa"
RAINALD IV. (I.)
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* um 1365, + 1423
Rainald IV. war Herr zu Bergheim/Erft und folgte seinem kinderlosen Bruder Wilhelm von Jülich in der Regierung. Er versuchte zusammen mit WITTELSBACH-Holland vergeblich, das aufstrebende Burgund im niederländischen Raum abzubremsen. 1406 versuchte er vergeblich, alte Ansprüche auf Brabant-Limburg durchzusetzen und scheiterte an Burgund. Er verbündete sich mit König RUPRECHT und ermöglichte dessen Krönung in Aachen und blieb auch in enger Verbindung zum Haus ORLEANS. Er unterstützte 1407 Johann, Herrn von Arkel gegen die Holländer, wofür derselbe ihm 1409 die Stadt Gronninchen abtrat. Hierdurch entspann sich eine neue Fehde mit Holland, die erst 1412 endete, alsRainald Gronninchen gegen eine bedeutende Summe Geld abtrat. Auch die Stadt Emmerich musste er einem früheren Versprechen zufolge dem Herzog von Kleve überlassen. Er musste wegen großer, zunehmender Schulden den Landständen alle Privilegien und Mitspracherechte erneuern und sogar erweitern. Er führte die traditionellen Fehden seines Hauses, besonders mit den Bischöfen von Utrecht und mit Holland und Friesland. Er besetzte Arkel, musste 1422 Frieden schließen und alle Eroberungen zurückgeben. Er stand im Niederrhein-Gebiet auch gegen Kleve und behauptete weitgehend den Einfluss von Geldern. Rainald starb kinderlos und Geldern fiel durch die Stände an den Großneffen Arnold, Jülich kam an Herzog Adolf X. von Berg.
oo 1405
MARIA D'HARCOURT
Tochter Graf Johanns VI. von Aumale
XIII. 2. RAINALD IV.
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* um 1365, + 25.6.1423
Terlet bei Arnheim
Begraben in Monnikhuizen
Herzog von Geldern und von Jülich 16.2.1402-25.6.1423
Heirat zu Bastogne am 5.5.1405 mit Marie von Harcourt
(+ nach 1427, begraben zu Nideggen), Tochter des Grafen Johann VI.
von Harcourt und von Aumale (* 1342, + 1388) und der Katharina
von Bourbon (+ 1427). Marie von Harcourt war eine Cousine
ersten Grades des Königs
Karl VI. von Frankreich (1380-1422) und des Herzogs
Ludwig von Orleans (* 1371, + 1407), der 1401 Lehnsherr des
Herzogs von Geldern-Jülich wurde. Marie von Harcourt heiratete
in zweiter Ehe am 24.2.1426 den Jungherzog Ruprecht von Jülich-Berg
(+ 12.08.1431).
Kinder:
Illegitim
Reinard Herr von Weisweiler
- um 1436
Wilhelm Abt von Gladbach
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1421
Eduard
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Literatur:
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GELRE GELDERN GELDERLAND. Geschichte und Kultur
des Herzogtums Geldern. Verlag des Historischen Vereins für Geldern
und Umgebung 2001 Band I Seite 36 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband
1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I
Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 3 -