Begraben: Dom zu Braunschweig
Einzige Tochter des Grafen
Ekbert I. von Braunschweig aus dem Hause der BRUNONEN
und der
Irmgard
von Turin, Tochter von Markgraf
Manfred II. Odelrich; Urenkelin der Kaiserin
Gisela und Urgroßmutter von
Herzog
Heinrich dem Löwen
Brandenburg Erich: Tafel 10 Seite 20
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XII. 54. GERTRUD
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* ca. 1060 + 1117 9. XII..
Gemahl:
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a)
Dietrich II. Graf von Katlenburg
+ 1085 21. I.
b) ca. 1086
Heinrich von Northeim, Graf von Friesland
+ 1101 vor 10. IV.
c) ca. 1102
Heinrich von Wettin, Markgraf von Meißen 1089 (siehe
XI. 147.)
+ 1103
Anmerkungen: Seite 141
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XII. 54. Gertrud
Posse, Wettiner Tf. 1 und Seite 42. Curschmann 67.
GERTRUD, Erbin des Bruders
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+ 1117
Bedeutende Frau und Regentin.
1103 Regentin und Mitanführerin des sächsischen Aufstandes
gegen Kaiser
HEINRICH IV. und HEINRICH
V. Sie ermordete eventuell ihren dritten
Mann, um einem Ehebruchsverfahren zu entgehen.
1. oo DIETRICH II. Graf von
Katlenburg
+ 1085
2. oo HEINRICH, Graf von
Northeim
+ 1101 ermordet
3. oo HEINRICH I. VON WETTIN,
Markgraf von Meißen-Eilenburg
+ 1103
Posse, Otto: Seite 42
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."
Tafel 1
24. HEINRICH I.
Beilage I, 1.
Da Dedi um 1068 die Markgräfin Adela heimführte,
und ihres Sohnes, des jungen Heinrichs, Flucht zu Pferde im Jahre 1076
kräftigere Knabenjahre voraussetzt, so dürfte er um 1070 geboren
sein: Lamberti Ann. a. 1076 (SS. 5, 251): Filius Uotonis marchionis et
filius Adelae, derelictae Dedi marchionis, ambo tenerae aetatis et longe
adhuc infra pubertatis annos pueruli. Vgl. Posse a. O. 42. -
Gertrud, die Tochter Ekberts I. von Meissen, war in dritter
Ehe vermählt mit Heinrich :
1. Gemahl: Dietrich von Katlenburg,
+ 1085
2. Gemahl: Heinrich der Fette
von Nordheim, + 1101
3. Gemahl: Heinrich I. von Eilenburg,
+ 1103
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1
2
2
2
3
Dietrich von
Otto + zw.
Richenza
Gertrud
Heinrich II.
Katlenburg
1115 u. 1117 Gem. Lothar
von 1. Gem. Pfalzgraf Siegfried
von Eilenburg
+ 1106
jung umd
Supplinburg + 1137 von Ballenstedt
+ 1113
+ 1123
kinderlos
kinderlos
2. Gem. Otto von Rineck kinderlos
---
---
Gertrud + 1143
3 Söhne und eine Tochter
Betreffs der drei Ehen Gertruds vgl. Bernhardi, Lothar
von Supplinburg 815. Da Gertruds zweiter Gemahl 1101 und ihr dritter 1103
starben, so hat die Vermählung, aus der ein nachgeborener Sohn hervorging,
wahrscheinlich 1102 stattgefunden. Gertrud starb 9. Dezember 1117 nach
Translatio s. Auctoris (SS. 12, 316): Curriculo duorum annorum (seit 1115)
tantumdem curso emerita marchionissa gerthrudis viam universae carnis feliciter
ingrassa 5. Idus Decembris. - Ann. Rosenveld. a. 1117 (SS. 16, 104): Gertrudis
marchionissa obiit. - Ann. Saxo a. 1117 (SS. 6, 754): Gerdud marchionissa
Saxonica nobilissima et potentissima obiit. - Reg. eccles. s. Blasii (Wedekind,
Noten 1, 434): A. d. 1117 obiit domina Ghertrudis marchionissa junior.
- Ann. Saxo a. 1103 (SS. 6, 738): Heinricus marchio de Ilburh, filius Dedonis
marchionis es Adhela marchionissa ... defunctus.
GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 233
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Eben dieser Markgraf Heinrich zeugte mit Gertrud,
die aus Braunschweig [Bruneswich] stammte <Tochter Ekberts I. von
Braunschweig, 1067-1068 Markgrafen von Meißen>, den Markgrafen
Heinrich den Jüngeren <II.>.
Ekkehardi Chronica: Seite 310
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"Die Chronik des Ekkehards von Aura"
In dieser Zeit starb einer der sächsischen Fürsten namens Udalrich, einst Schwiegersohn des Grafen Ludwig, ihm aber seit langem wegen der Scheidung von seiner Tochter verhaßt. Dessen Besitzungen eignete sich der schon erwähnte Sigfrid auf Grund erblicher Nachfolge an, aber der Herr Kaiser versuchte, sie in den rechtlichen Besitz des Reiches zu bringen. Diese Angelegenheit begann den Zündstoff für die wiederauflebende Zwietracht zu liefern. Denn der Graf häufte auf seine früheren Übeltaten noch weitere und erfüllte fast ganz Sachsen, sein Heimatland, mit solchen Klagen, daß er sowohl Herzog Lothar als auch Markgraf Rudolf, Pfalzgraf Friedrich, Wipert und Ludwig und einige andere vom Gehorsam gegen den Kaiser abbrachte. Auch der Bischof von Halberstadt und ebenso Gertrud [Witwe des Grafen Heinrich von von Eilenburg, Markgrafen von Meißen und der Lausitz, Schwiegermutter Lothars von Supplinburg und Siegfrieds von Ballenstedt], jene in Sachsen übermächtige Witwe, schrien, sie erlitten Gewalt durch die ungerechten Handlungen, die der Kaiser durch den Einfall in ihre Eigengüter begehe.
Chronik des Albert von Stade
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Das Jahr 1113.
Luder, Herzog von Saxonien, heirathete die Tochter Heinrichs des Dicken und der Gräfin Gertrudis [Gertrud von Braunschweig, die Mutter der Richenza, heirathete ca. 1102 in dritter Ehe den Markgrafen Heinrich den älteren von Eilenburg, der bereits 1103 starb. Aus dieser Ehe stammte der oben genannte Heinrich, war also Richenza's Stiefbruder.], mit Namen Rikensa; diese gebar ihm die Tochter Gertrudis, welche den Bawaren-Herzog Heinrich ehelichte, und sie gebar den Herzog Heinrich. . . .
Annalen von Magdeburg
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Die Jahre 1114-1118.
1117 [1116]. Herzogin Gertrud starb, die Großmutter des Kaisers LOTHARS.
1118 [1117]. Es geschah ein Erdbeben, so daß
viele Gebäude einstürzten. Die Markgräfin Gertrud starb.
Der Diakon und Mönch Bernhard starb. Egeno der Aeltere von Konradesburg
erzeugte den älteren Burchard, Burchard der Aeltere den Egino, welcher
den Grafen Adalbert von Ballenstede getödtet hat, und er hatte zwei
Töchter, von denen eine Namens Gerburg den Folkmar von Domensleve
heirathete, und er erzeugte mit ihr den Alverich und Bernhard. Alverich
wurde getödtet und hinterließ als Erben seinen Bruder. Der Bruder
Bernhard aber übergab sein ganzes Erbgut dem heiligen Mauricius und
dem heiligen Nikolaus und wurde selbst
Mönch.
Chronik von St. Peter zu Erfurt
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Die Jahre 1113-1118.
Am 3. Januar 1117 vor Sonnenuntergang ereignete sich ein
großes Erdbeben, der Mond, in Blut verwandelt, schien sich zu verfinstern.
Gertrud,
die Wittwe des Markgrafen Heinrich, starb. In Schwaben ereignete
sich etwas Furchtbares; die Erde warf nämlich Blasen wie Häuser
auf, die plötzlich barsten und in den Abgrund fielen. Auch erschien
die Luft mit Blut gemischt.
Kölner Königschronik
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Das Jahr 1115.
Der Kaiser feiert das Geburtsfest des Herrn in Goslar. Dem Herzog Lothar, dem Bischof von Halverstadt, dem Pfalzgrafen Friderich und dem Markgrafen Rudolf befiehlt er, sich auf dem Reichstage daselbst zu stellen. Sie erscheinen nicht, sondern verweilen in der Burg Walbike.
Nachdem Abt Gumbert gestorben, folgte ihm Hamako. Bruninch wird zum Bischof der Hildenesheimer Kirche erhoben.
Der Kaiser besetzt Brunesvich und verwüstet Halverstat. Orlagemünde wird von seinen Anhängern belagert. Gegen diese ziehen Herzog Lothar und die obengenannten Fürsten, denen sich noch Graf Friderich von Westfalen, sein Bruder Heinrich, Heinrich von Lintburg und Herimann von Calvelage anschlossen. Der Kaiser tritt ihnen muthvoll an einem Orte Namens Welpesholt entgegen; daselbst kämpfen sie am 11. Februar heftig mit ihm und erringen einen vollständigen Sieg. Auf Seiten des Königs wird Hager, ein tapferer Mann, sowie Kunrad von Merigon mit vielen andern erschlagen.
Theoderich, Cardinalpresbyter der heiligen römischen
Kirche, erscheint vor einer zahlreichen Versammlung der sächsischen
Fürsten zu Goslar und redet manches Nützliche von kirchlichen
Angelegenheiten.
Um dieselbe Zeit kommt der Herr Kaiser nach Mainz, als plötzlich die Bewohnerschaft dieser Stadt, Edle sowohl wie Dienstmannen, ihn mit Bitten bestürmen und ihm zu jedem Dienste hinfort die größte Treue versprechen, wenn er nur ihren Bischof, den er schon drei Jahre gefangen hielt, ihnen zurückgebe. Endlich, bewogen durch ihre Bitten, aber auch fast mit Gewalt im entscheidenden Augenblicke gezwungen, gab er ihnen den Bischof frei, und was die Großen des Reiches nicht vermochten, das bewirkte in kurzem dieser Auflauf der Mainzer.
Sächsische Weltchronik:
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Es erübrigt noch die partie von 1106-1177 in AB ins auge zu fassen. Die beiden texte geben hier mehrfach nachrichten, welche sich in C gar nicht finden und von welchen ich etwa folgende der Stader chronik zuweisen möchte: c. 270 die familienverhältnisse Heinrichs von Northeim und der Gertrud von Braunschweig, c. 271 der versuch LOTHARS III. zu Lüttich die Investitur wiederzuerlangen, c. 273 der zwiespalt bei der wahl CONRADS III. hervorgerufen durch Heinrich den stolzen, c. 291 Albrechts des bären besuch in Bremen, c. 292 verzicht desselben auf das herzogthum Sachsen, c. 293 der streit Heinrichs des löwen mit Albero von Bremen, c. 323 die errichtung des herzogthums Oesterreich, c. 325 die Zusammenkunft Heinrichs des löwen und Friedrichs I. Möglicherweise gehört auch die von C (c. 303) und dessen quelle P. abweichende fassung von dem tode Wernhers von Osterburg c. 323 hierher. Dann hat aber B auch hier die vorlage mehr ausgebeutet als A: c. 293 der tod Rudolfs in Ditmarschen und die heerfahrt Heinrichs des löwen und Hartwigs von Bremen dahin, c. 324 der hoftag zu Merseburg i. j. 1152, welchen C c. 297 in derselben fassung gibt, ferner die hierauf folgende darstellung der dänischen thronwirren und der thaten Heinrichs des löwen, welche sich ähnlich in C findet zum theil aus P. genommen; doch möchte ich für das ganze lieber die Stader chronik als grundlage annehmen, wie denn ein theil dieser nachrichten, der ebenso in C c. 303 wiederkehrt, durch P. überhaupt nicht gedeckt wird. Zuletzt noch c. 323 die erhebung der gebeine KARLS DES GROSSEN, welche gleicherweise auch C c. 319 enthält.
Partenheimer Lutz: Seite 28,215
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg
und des Fürstentums Anhalt."
An Siegfrieds
Seite traten Herzog
Lothar von Sachsen, Rudolf von Stade, der Verwalter der
Nordmark, Pfalzgraf Friedrich von Sachsen, Ludwig der Springer von Thüringen,
Wiprecht von Groitzsch und Bischof Reinhard von Halberstadt. Hinter ihnen
stand Gertrud, Schwiegermutter des Herzogs und des rheinischen Pfalzgrafen,
die als Witwe Heinrichs von Northeim, den Rivalen ihres Bruders
[Gertrud war die Schwester des von Kaiser
HEINRICH IV. geächteten und durch Heinrich von Eilenburg
ersetzten
Markgrafen
Ekbert II. von Meißen aus dem Hause der braunschweigischen
BRUNONEN, der 1090 erschlagen wurde.], Heinrich von Eilenburg
aus dem Hause WETTIN, Markgraf von der Lausitz und von Meißen,
geheiratet hatte. Nachdem dieser 1103 gestorben war, bemühte sich
Gertrud
erfolgreich, dem unmündigen Sohn die Nachfolge in beiden Marken zu
behaupten.
1. oo Dietrich II. Graf von Katlenburg
-21.1.1085 ermordet
Gerstungen
2. oo Heinrich der Fette Graf von Northeim
um 1055- 1101
1102
3. oo Heinrich der Ältere Graf von Eilenburg
um 1070- 1103
Kinder:
1. Ehe
Dietrich III. Graf von Katlenburg
-12.8.1106
2. Ehe
Richenza von Northeim
1086/87-10.6.1144
1100
oo LOTHAR III. König des Deutschen Reiches
1075-4.12.1137
Otto III. Graf von Northeim
1086/88- 1117
Gertrud von Northeim
um 1090- um 1151 (vor 1165)
1. oo Siegfried Graf von Ballenstedt
-9.3.1113
2. oo Otto Graf von Rheineck
- 1150
3. Ehe
Heinrich der Jüngere Graf von Eilenburg
1103/04- 1123
Literatur:
-----------
Annalen von Magdeburg - Annalista
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Jahrbücher der Deutschen Geschichte Lothar von Supplinburg, Verlag
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Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 10 Seite 20 - Brüsch,
Tania: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte.
Herrschaftsbildung und Adelsbewußtsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen
Verlag Husum 2000 Seite 20,23,32,37-42,64,77,83,85,88,96,98,103-105,117,129-132,138,144-149,154-156,218,229,
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