Otto V. der Faule                            Herzog von Ober-Bayern (1347-1351)
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1340/42-15.11.1379
München Schloß Wolfstein

Begraben: Seligenthal, Landshut

Jüngster Sohn des Kaisers LUDWIG IV. DER BAYER aus dem Hause der WITTELSBACHER aus seiner 2. Ehe mit der Margarethe von Holland, Tochter von Graf Wilhelm III.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1574
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Otto V. der Faule, Markgraf von Brandenburg
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* 1346, + 15. November 1379
             Wolfstein an der Isar

Begraben: Kloster Seligenthal

  oo Katharina von Luxemburg

Der 6. Sohn Kaiser LUDWIGS IV. wuchs unter der Vormundschaft seines Bruders Ludwigs des Älteren in den Niederlanden auf, bis er zusammen mit seinem Bruder Ludwig dem Römer (+ 1365) 1360 in Prag mit der Mark Brandenburg belehnt wurde. Unter beherrschendem Einfluß seines Schwiegervaters Kaiser KARLS IV. verkaufte er die an diesen bereits verpfändete Lausitz. Verpfändete Kernbereiche der Mark versuchte er vor allem durch Taktieren in den Kämpfen um die Hegemonie in N-Deutschland zurückzuerlangen. Durch den Widersdtand der Stände und die Politik KARLS IV. in aussichtslose Position gebracht, trat er im Vertrag von Fürstenwalde 1373 Brandenburg gegen eine Entschädigung von 500.000 Gulden an den Kaiser ab.

Literatur:
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ADB XXIV, 663-669 - J. Schultze, Die Mark Brandenburg, II, 1961, 132-160 - H. K. Schulze, Karl IV. als Landesherr der Mark Brandenburg, JGMODtl 27, 1978.



Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 568
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OTTO V., DER FAULE, Markgraf von Brandenburg
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* 1341/42, + 15.11.1379
München     Schloß Wolfstein

Begraben: Seligenthal, Landshut

Vater:
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Kaiser LUDWIG der BAYERN (1283-1347)

Mutter:
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Margarethe von Holland (um 1293-1355)

  oo Katharina von Böhmen (1342-1395)

Seit der Teilung der bayerischen Hausmacht 1349 unter der Vormundschaft seines Bruders Ludwig des Brandenburgers.
Erhielt von seinem Bruder Ludwig V. die Mark Brandenburg.
War dort unbeliebt und wurde vertrieben.
Verkaufte die Mark für 200.000 Gulden an Kaiser KARL IV., kehrte heim und vergnügte sich, da sich seine Gattin weigerte, Prag zu verlassen, auf Schloß Wolfstein bei Landshut mit einer Müllerin (nach V. Arnpeck)

Literatur:
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ADB 24; Riezler.



Rall, Hans und Marga: Seite 62
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."

13. OTTO V.
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     * 1340 oder 1342, + 15.11.1379
        München            Schloß Wolfstein an der Isar

Grabstätte: Zisterzienserinnenkloster Seligenthal bei Landshut

  oo vor dem 1.11.1366
      KATHARINA
      * August 1342, + 26.4.1395
       Prag                  Wien

Grabstätte: Stephansdom in Wien

Eltern: KARL IV., römisch-deutscher Kaiser, und Blanka, Tochter des Herzogs Karl I. von Valois



Schwennicke Detlev: Tafel 104
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

OTTO V. DER FAULE
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* München 1340 oder 1342, + Schloß Wolfstein an der Isar

Begraben: Seligenthal

1347 Herzog von BAYERN
1349/51in OBER-BAYERN
1349/1360 Markgraf von BRANDENBURG
1365/73 Alleinherr der MARK
1375/76 in NIEDER-BAYERN

  oo Prag 19. III 1366
       KATHARINA VON BÖHMEN (LUXEMBURG)
       * Prag VIII 1342, + Perchtoldsdorf 26. IV 1395

Begraben: Wien St. Stephan

Witwe von Rudolf IV. Herzog von Österreich, Tochter von Kaiser KARL IV.



Thiele, Andreas: Tafel 122a
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

OTTO V. "DER FAULE"
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* 1346, + 1379

Otto V. der Faule folgte 1347 mit unter Vormundschaft und blieb auch nach seiner Volljährigkeit zurückgesetzt. Er wurde 1351 Mitregent und 1365 Kurfürst-Markgraf von Brandenburg in einem völlig zerrütteten und verarmten Land, ohne etwas an der miserablen Verwaltung ändern zu können und wollen. Er war träge und genußsüchtig, stritt ständig mit Pommern, Mecklenburg und Sachsen-Lauenburg um alte Lehensrechte und Besitzungen, stand wie Ludwig gegen seinen Halbbruder Stephan und forderte vergeblich eine Mitherrschaft in Bayern. Er versuchte die Nachfolge Kaiser KARLS IV. in Brandenburg zu verhindern, was 1371-1373 zum Krieg gegen ihn führte. Im Vertrag von Fürstenwalde (15.-18.8.1372) verzichtete der WITTELSBACHER gegen eine Entschädigung von 500.000 Gulden für immer auf seine Rechte an der Mark Brandenburg zu Gunsten der Söhne KARLS IV. Otto erhielt das Kurrecht auf Lebenszeit und wurde mit Besitzungen in der Ober-Pfalz und Renten abgefunden.

  oo 1366
       KATHARINA VON BÖHMEN,
       * 1342, + 1395

Tochter des Kaisers KARL IV.
Witwe des Herzogs Rudolf IV. von Österreich-Kärnten



Veldtrup, Dieter: Seite 275-285,291,385/86
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"Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit."

KARL war im Jahre 1342 zum zweiten Mal Vater einer Tochter geworden, die den Namen Catharina erhalten hatte. Ihr genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt; wahrscheinlich kam sie in der 2. Jahreshälfte (eventuell am 19. August) in Prag zur Welt.
Albrecht erklärte sich bereit, sein Bündnis mit den Ungarn aufzugeben und anstelle der ungarischen Erbnichte die kaiserliche Tochter gleichen Namens zu heiraten. Diese war jedoch mit Otto von Brandenburg verlobt - der nun mit Catharina, der verwitweten Kaiser-Tochter entschädigt werden sollte, die Albrecht nicht heiraten konnte, weil sie vorher mit seinem Bruder verheiratet gewesen war. Wohl um ihr Einverständnis einzuholen, hatte KARL sie auf der Rückreise von Ungarn aufgesucht; aber sie muss erst nach längerem Zögern eingewilligt haben. Sie beugte sich schließlich den Wünschen ihres Vaters - jedoch scheint die Ehe nicht glücklich geworden zu sein. Catharina folgte ihrem Mann nicht in die Mark und lebte bis 1373 am Prager Hof; und dass sie nach Ottos Tod ihren Witwensitz in Österreich nahm und an der Seite ihres ersten Mannes begraben wurde, sagt viel über ihr Verhältnis zu ihrem zweiten Mann aus, der nach Lindners hartem, aber im Kern zutreffenden Urteil ein „unreifer Einfaltspinsel“ war und seiner ihm geistig überlegenen Frau nicht das Wasser reichen konnte.
Mit diesen Arrangement schien allen Beteiligten gedient. Otto konnte eine Frau heiraten, die ihm fast gleichaltrig war und bei der er nicht noch Jahre bis zur Vollziehung der Ehe warten musste. Den größten Vorteil jedoch zog KARL selbst: Was die Ehe von Otto und Catharina betrifft, so wird ihm immer wieder vorgeworfen, er habe seine ältere Tochter, die aus der Ehe mit Rudolf von Habsburg keine Kinder hinterlassen hatte und deswegen „als unfruchtbar bereits erprobt“ gewesen sei, aus Berechnung mit Otto verheiratet, um den im Erbverbrüderungsvertrag von 1363 geregelten Erbanfall der Mark an Böhmen um so sicherer zu machen.
So konnte am 19. März in Prag die festliche Doppelhochzeit von KARLS beiden Töchtern stattfinden: Catharina heiratete Otto von Brandenburg, und Elisabeth hielt das symbolische Beilager mit Albrecht ab.

CATHARINA VON LUXEMBURG
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* 19.8.1342, + 26.4.1395
Prag               Perchtoldsdorf

Begraben: Stephansdom zu Wien

Tochter von König KARL IV. und seiner 1. Frau Blanka von Valois

1.) – Prag 10.9.1343

      WILHELM I. HERZOG VON BAYERN-HOLLAND
      * 12.5.1330, + 15.4.1388
      Frankfurt/Main Quesnoy

Begraben: Minoritenkirche zu Valenciennes

2.) – Charmes 14.7.1344

      RUDOLF IV. HERZOG VON ÖSTERREICH
      * 1.11.1339 + 27.7.1365
                            Mailand

Begraben: zunächst S. Giovanni in Concha, später Stephansdom zu Wien

3.) Siegen 20.9.1344

      BALTHASAR MARKGRAF VON MEISSEN
      * 21.12.1336, + 18.5.1406
      Weißenfels     Wartburg

4.) – Seefeld 5.6.1348 nach Generaldispens Avignon 9.5.1346, ~ symbolisches Beilager Prag 4.1353, 1. oo

      RUDOLF IV. HERZOG VON ÖSTERREICH
      * 1.11.1339, + 27.7.1365

5.) ~ Prag 6.2.1366 Dispens wegen Verwandtschaft im 3./4. Grad Avignon 23.2.1366
      2. oo Prag 19.3.1366

      OTTO DER FAULE MARKGRAF VON BRANDENBURG
      * 1341, + 15.11.1379
      München  Schloß Wolfstein an der Isar

Begraben: Zisterzienserinnenkloster Seligenthal bei Landshut



19.3.1366
  oo 2. Katharina von Luxemburg, Tochter des Kaisers KARL IV.
  x      August 1342-26.4.1395
          Prag        Wien
 
 
 
 

Literatur:
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Adalbert Prinz von Bayern: Die Wittelsbacher. Geschichte unserer Familie. Prestel Verlag München 1979 Seite 89-91 - Benker Gertrud: Ludwig der Bayer. Ein Wittelsbacher auf dem Kaiserthron. Eugen Diederichs Verlag München 1997 Seite 270 - Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1983 - Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 134,139,158, 165,170 - Nöhbauer, Hans F.: Die Wittelsbacher. Eine europäische Dynastie - eine deutsche Chronik Scherz Verlag Bern und München 1979 Seite 16,71,72 - Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 62 - Reiser, Rudolf: Die Wittelsbacher 1180-1918 Verlag F. Bruckmann KG, München 1979 Seite 21,23 - Reiser, Rudolf: Die Wittelsbacher in Bayern. Franz Ehrenwirth Verlag GmbH Co. & KG. 1978 Seite 57-59 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 104 - Seibt Ferdinand: Karl IV. Ein Kaiser in Europa 1346 bis 1378 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1994 Seite 279,280,281,310,327,331,332 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München - Stoob Heinz: Kaiser Karl IV. und seine Zeit. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 122a - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit Verlag Fahlbusch/Hölscher/Rieger Warendorf 1988 Seite 275-285,291,385/86 -