Wovon die mittelalterliche Literatur handelte – allgemeine Merkmale

Die Heldendichtung gehört zu den bekanntesten literarischen Themen des Mittelalters. Man beschäftigte sich vor allem mit geschichtlichen Ereignissen, die anschließend in Gedichtform verpackt wurden, damit sie leicht vorzutragen waren, denn Lesen konnten damals nur Geistliche und Adlige. Der Minnesang war ein bedeutendes literarisches Mittel und auch der Höfische Roman hatte im Mittelalter eine große Bedeutung. Später erst beschäftigte man sich mit dem Rittertum und erst danach konnten die Volksbücher ihren Siegeszug antreten. Im Wesentlichen unterteilt man die Literatur des Mittelalters in folgende Gruppen: Althochdeutsche Literatur, Minnesang, Höfische Romane, Spruchdichtung, Heldendichtung, Artusroman, Volksbücher

Das Allgemeine und das Ideelle standen im Vordergrund

Im Mittelalter hatte die Dichtung vor allem eine dienende Funktion und war kein abgelöster Bereich sondern dem täglichen Leben zutiefst verbunden. Edda, die Sammlung von germanischen Heldliedern, ist nur ein kleiner Teil der Werke, die überliefert wurden, denn in der Zeit der Völkerwanderung wurde Literatur vor allem mündlich überliefert. Erst in der geistlichen Dichtung des Mittelalters befassten sich Mönche vermehrt mit der Aufgabe, Literatur in schriftlicher Form anzulegen. Sie diente vor allem der Bekehrung der Heiden und sollte ihnen die christliche Lebensweise näherbringen. Das Rittertum prägte im hohen Mittelalter die Literatur und man beschäftigte sich damit das ritterliche Ideal in Gedichten dazustellen. Daraus entstanden sind die Ritterromane, in denen der Protagonist eine Reihe von Abenteuern zu bestehen hatte.

Im späten Mittelalter zerfiel der Ritterstand und neue literarische Werke entstanden. Till Eulenspiegel und andere Volksbücher, -lieder und -balladen beschäftigten die Menschen. Satire und Narrenliteratur erfreuten sich großer Beliebtheit und Das Narrenschiff wurde zum erfolgreichsten deutschsprachigen Buch und 1497 sogar ins Lateinische übersetzt. In der spätmittelalterlichen Moralsatire werden typisch menschliche Laster in 112 Kapiteln beschrieben und Kleidermoden, Ehebruch und das nahende Weltende sind Themen in diesem Werk und auch vor den Türken warnte der Autor.

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