Hemma                                                     Markgräfin an der Sann
---------                                                   Gräfin von Friesach und Trixen
    -29.6.
 

Tochter des
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Seite 2128
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Hemma von Gurk  1938 kanonisiert
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um 990, + um 1045

Stammte aus Kärntner Hochadel und war mit dem slawischen Adel Großmährens und mit Kaiser HEINRICH II. verwandt. Ihre Großmutter Imma aus dem Geschlecht der bayerischen LUITPOLDINGER erhielt 975 von Kaiser OTTO II. für das von ihr begonnene Kloster in Lieding bei Gurk das Markt-, Maut- und Münzrecht. Hemmas Gatte Wilhelm II., Graf von Friesach und Markgraf an der Sann (Cilli), wurde 1036 von dem abgesetzten Herzog von Kärnten, Adalbero von Eppenstein, getötet. Nach dem Tod ihrer Söhne benutzte Hemma den riesigen Besitz ihrer Vorfahren und der Familie Wilhelms (Kärnten, Unter-Steiermark, Krain) zur Gründung eines Nonnenklosters in Gurk (1043) und zur Ausstattung des Klosters Admont, das erst Jahrzehnte nach ihrem Tod errichtet wurde (1074). Die freizügige Form eines "adligen Damenstiftes", die Hemma ihrer Gründung gegeben hatte, bot Erzbischof Gebhard von Salzburg den Vorwand, das Kloster vor 1070 aufzuheben, um dessen reiche Güter für die Gründung des "Eigenbistums" Gurk zu verwenden, über das Hemmas mächtige Verwandte bis 1130 die Erbvogtei ausübten. Erst durch die Fälschungen des Kaplans Conrad wurde die fast vergessene Hemma im Kampf des Bistums Gurk gegen Salzburg als Gründerin hochstilisiert. Die Übertragung ihrer Gebeine in die neue Krypta des Gurker Domes erfolgte 1174, die Seligsprechung 1287.

Literatur:
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L. Hauptmann, Hema i Svetopuk (H. und Zwentibold), Rad 255, 1936, 221-246 - H. Dopsch, Die Stifterfamilie des Klosters Gurk und ihre Verwandtschaft, Carinthia I, 1971 (Festg Gurk I), 95-123 - H.v.G., Kat. d. Ausstellung in Straßburg/Kärnten 1988
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Hemma verwendete 1041/43 den größten Teil ihres beträchtlichen Vermögens zur Ausstattung des Frauenklosters Gurk und zur Vorbereitung einer Abtei in Admont.
 
Frauen der Weltgeschichte: Seite 219
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Hemma von Gurk
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um 983-   1045

HEINRICH II., der letzte deutsche Kaiser aus dem sächsischen Hause, gründete wie die OTTONEN seine Herrschaft auf die Bischöfe, die er ständig zu Reichsdiensten heranzog. Auch unter seiner Regierung waren die Kirchenfürsten eine Macht, die sich allen Spaltungsinteressen der weltliche Großen mit Erfolg entgegenzustellen vermochte. Oft und gern weilte der Kaiser an seinem Hoflager zu Regensburg, wo seine Nichte Hemma von frommen Schwestern sorgfältig erzogen wurde. Der damaligen Sitte entsprechend, vermählte man das junge, liebreizende und tugendhafte Mädchen schon in früher Jugend; ihr Gatte, Markgraf Wilhelm von der Sann, kam jedoch wenige Jahre später bei einer Pilgerfahrt ums Leben. Er hinterließ seiner jungen Witwe neben 2 Söhnen bedeutenden Grundbesitz in Kärnten und in der Steiermark und ein großes Vermögen, das Hemma für die Unterstützung von Armen und Hilfsbedürftigen verwendete. Das trug ihr den Ehrentitel einer "Heiligen Elisabeths Österreichs" ein; wie um Elisabeth von Thüringen ranken sich auch um Hemmas Persönlichkeit und Wirken unzählige Legenden. Erwiesen ist, daß die fromme Fürstin einen Großteil ihres Vermögens mit dem Altar der im Jahre 1042 von ihr in Gurk errichteten Marienkirche opferte; auch stiftete sie einen Konvent für 70 Nonnen und 20 Augustinerchorherren, und legte damit den Grundstein zu dem im Jahre 1071 errichteten Bistum Gurk. Als ihre beiden geliebten Söhne einem Mordanschlag zum Opfer gefallen waren, entsagte Hemma der irdischen Welt; sie trat in den von ihr gestifteten Orden ein und lebte als "Mutter Kärntens" nur noch der Karitas. Noch heute ist ihr Grabmal in Gurk das Ziel unzähliger Wallfahrten - eine segenspendende Gnadenstätte, erfüllt vom Geiste dieser fürstlichen Gottesdienerin an der Wende des 1. christlichen Jahrtausends.
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  oo Wilhelm IV. Graf von Friesach und Trixen
              -20.3.1036 ermordet
 
 
 
 
 
Kinder:

  Hartwig
        - jung
 
  Wilhelm V.
        - jung
 
 
 
 
 
Literatur:
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Walter Pohl: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 94,122,128 -