Sophia von Brehna                         Äbtissin von Quedlinburg (1203-1225)
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um 1170-   1225/26

Begraben: Quedlinburg Stiftskirche
 

Tochter des Grafen Friedrich I. von Brehna aus dem Hause der WETTINER und der Hedwig von Böhmen-Jamnitz, Tochter von Graf Diepold I.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

SOPHIA
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      + nach 36.IX.1225

Begraben: Quedlinburg Stiftskirche

1203/04, abgesetzt 1225 Äbtissin von Quedlinburg



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

SOFIE, Äbtissin von Quedlinburg
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    +1225/26



Posse, Otto: Tafel 3 Seite 47
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

4. SOPHIA
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       + kurz nach 26. September 1225

Äbtissin zu Quedlinburg 1203, abgesetzt 1224, wiedereingesetzt 1225. Lebte noch 26. September 1225. 1227 urkundete ihre Nachfolgerin Bertrade.

4. Sophia.

Sophia wird an Stelle von Agnes (+ 1203 Januar 22) Äbtissin von Quedlinburg. Fabricius, Orig. 551: Sophia, ... quae anno 1203 sacerdos maxima facta est societatis Quedlinburgensis cumque annum unum et viginti praefuisset, dignitate sua privatur. 1206 vom Papst konfirmiert (Erath, Cod. dipl. WQuedl., Seite 125, Nr. 8). 1224 abgesetzt (Chron. Mont. Ser., SS. 23, 211), 1225 wieder eingesetzt (ebendas. 223). -
Ihr Todestag und der Beisetzungsort sind unbekannt. Am 26. September 1225 lebte sie noch, nach Urkunde bei Erath, Cod. dipl. Quedl., Seite 144. Sie ist kurz darauf gestorben oder sie hat freiwillig ihr Amt niedergelegt, denn im Jahre 1227 tritt Bertrada urkundlich als Äbtissin von Quedlinburg auf. Vgl. Voigt, Gesch. des Stifts Quedlinburg 1, 342.



Schwarz Hilmar: Seite 166
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation G

(68) SOPHIA
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    + nach 1225

Äbtissin von Quedlinburg 1203



CHRONIK VOM PETERSBERG: Seite 188
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1224
Sophia, <von 1203 bis 1224> Äbtissin von Quedlinburg, Tochter des Grafen Friedrich <I.> von Brehna, eiens Sohnes des Markgrafen Konrad I., wurde, vieler und bedeutender Vergehen schuldig, abgesetzt. Sie hatte nämlich in der Burg Quedlinburg eine Anzahl übler und räuberischer Männer zu ihrem, wie sie behauptete, Schutz versammelt und ihnen die Türme des Klosters, die wie Burgen befestigt waren, als Wohnsitze übergeben und ihnen schamlos Kirchenbesitz zukommen lassen und Lehen übertragen, während jene mit täglichen Überfällen den Frieden der Bewohner der Gegend störten. Außerdem nahm sie die reichen Bürger von Quedlinburg gefangen unter dem Verdacht, ihre Stadt dem Grafen Hoyer von Falkenstein, mit dem sie betreffs der Vogtei über die Stadt in Streit lag, übergehen zu wollen, und kerkerte sie solange ein, bis sie sich gezwungen sahen, zur Versicherung der Treue zu ihr ihre Söhne als Geiseln zu übergeben; viele von denen sind dann, weil sie in ihrer Härte ihnen das Lebensnotwendige entzog, Todes gestorben. Außerdem wurde sie vielfach der Verschleuderung <von Kirchengut> sowie fleischlicher Sünde und der Vernachlässigung der Ordensregel beschuldigt und bot allen überall Stoff, über sie zu reden. Als HEINRICH (VII.) <1223> zu Nordhausen Hof hielt, beschwerten sich bei ihm Graf Heinrich <I.> von Anhalt, Sohn Herzogs Bernhards <III. von Sachsen>, Graf Hoyer von Falkenstein und viele andere Adlige und Ministerialen in Abwesenheit der Äbtissin über deren vorerwähnte Vergehen, besonders aber die Väter der toten Geiseln, die mit dem Ruf <wafena!>, mit dem man in der Volkssprache zu den Wafen ruft, ein gerechtes Urteil über sie verlangten. Der König lud die Äbtissin, um sich betreffs der Vorwürfe zu rechtfertigen, durch einen Spruch zum nächsten Hoftag nach Eger. Als sie in weiblichem Hochmut sich weigerte, dorthin zu kommen, nahm ihr der König entsprechend dem Spruch der anwesenden Fürsten alle mit ihrer Würde verbundenen weltlichen Rechte. Danach wurde beim Apostolischen Stuhl ein Untersuchungsverfahren gegen sie erwirkt, und sie wurde auf Grund eines Urteils der Untersuchungsrichter abgesetzt mit der Maßgabe, sie dürfe künftig von keinem Stift in die gleiche Würde gewählt werden.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 240
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<Ein weiterer Sohn Konrads des Großen> Graf Friedrich <I.> von Brehna heiratet Hedwig, Tochter Diepolds <I.>, eines Adligen aus Böhmen <Sohn Herzog Vladislavs I., Bruder Vladislavs II., des Vaters Otakars I.>, der ein Oheim Herzog Otakars <I.> von Böhmen war, und zeugte mit ihr Otto <I.>, der im Jahre 1203 noch in seiner Jugend starb, und Graf Friedrich <II.> sowie die Tochter Sophia, Äbtissin von Quedlinburg <abgesetzt 1224, wiedereingesetzt 1225, bald darauf gestorben>. Im Jahre 1210 <am 19. Februar, nach unserer Rechnung also 1211> starb die Gräfin Hedwig. Im Jahre 1181 <am 4. Januar, nach unserer Rechnung also 1182> starb Graf Friedrich der Ältere <I.> von Brehna.
 
 
 
 

Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 188,240 - Pätzold, Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 43,68, 210,220,294,333,334 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 3 Seite 47 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 166 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998  - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 184 -