Tauschgeschäfte und Währungen im Mittelalter - wie alles begann

Heute gibt es einheitliche Währungen mit festen Umrechnungssätzen. Das war nicht immer so, denn im Mittelalter regierte das Tauschprinzip und überregional konnte man nur mit Werten bezahlen, die überall anerkannt waren. Perlen, Edelmetalle oder Schmuck dienten damals als Währung und vor allem Kupfer, Gold und Silber wurden zur Bezahlung eingesetzt.
Bronzestab, Hacksilber und das Münzpfund
Vor dem Siegeszug der Münzen führte man Edelmetalle in stabförmigen Barren mit sich. Das sogenannte Spangen- und Stabgeld wurde nach Gewicht gerechnet und man hackte die erforderliche Menge von einer Stange ab. Der Begriff Hacksilber stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Auch die ersten Münzen wurden nach ihrem Gewicht beurteilt und man tauschte das Gewicht von Edelmetall gegen alle anderen Waren. Da man zwar überall in Europa das Pfund als Gewichtsmaß nutzte, doch sein Gewicht unterschiedlich festgelegt war, kam es häufig zu Streitereien. In Nürnberg hatte das Münzpfund 510 Gramm, während man in Berlin nur 467 Gramm als Münzpfund rechnete. Erst 1854 schritt der Deutsche Zollverein ein und legte das Pfund auf genau 500 Gramm fest. In der Medizin konnte sich bereits vorher eine feste Einteilung festlegen und die Begriffe Skrupel und Obolus stammen aus dieser Zeit.
Pfennig und Solidus
Die ersten Münzen erhielten lateinische Namen, denn diese Sprache nutzte man im Mittelalter vorwiegend. Solidus und Solidi sind Bezeichnungen aus dieser Zeit. Das Gewicht einer Münze war jedoch noch immer entscheidend und nicht jeder Pfennig hatte das gleiche Gewicht, weshalb Kaufleute mit einer Waage unterwegs waren. Hätte man damals bereits Plastikgeld gekannt und die Visa Karte von www.kostenlose-kreditkarten.info/visa-kreditkarten.html, wäre der Handel sicherlich schneller vonstattengegangen und mit weniger Streit verbunden gewesen.
Münzen im Mittelalter
Ein Kreuzer, eine Münze mit einem Doppelkreuz auf der Vorderseite entsprach etwa 4 Pfennigen und man erhielt dafür 40 Hühner oder mehr als ein Kilo Getreide. Der Batzen stammt aus Bern und entsprach im Mittelalter 16 Pfennigen und die Mark sollte eigentlich einem Pfund entsprechen, doch schon damals verunreinigte man Silber um es zu strecken. Trotzdem hatte die Mark eine Kaufkraft von ungefähr 15.000 Euro. Drei Mark Vermögen waren damals also jede Menge Geld. Erst in der Neuzeit konnte man sich auf einheitliche Währungen festlegen, die bestimmte Umrechnungssätze hatten und dieser Schritt war sozusagen der erste auf dem Weg in ein geeintes Europa, denn so wurde der Handel über Stadt- und Landesgrenzen hinweg wesentlich erleichtert.




