Sport und Spiel im Mittelalter – früher ging es rau zur Sache

Das Mittelalter wird nicht umsonst das düstere Zeitalter genannt und der Grund dafür liegt nicht nur an den Machenschaften der Herrschenden. Auch die normale Bevölkerung liebte es eher hart und rau und das spiegelt sich auch in den damals beliebten Sportarten und Spielen wieder.

Axtwerfen als Massensport

Während die adelige und reiche Bevölkerung sich dem teuren Rittertum widmete, verbrachten die Bauern viel Zeit auf ihrem Hof. Die Axt war ein übliches Werkzeug und so wurde auch ein Sport mit dieser Waffe kreiert. Man erfand das Axtwerfen, bei dem die Axt auf eine Zielscheibe geworfen werden musste. Neben viel Kraft war hier auch die richtige Technik wichtig, damit das schwere Gerät mit der scharfen Schneide auf die hölzerne Zielscheibe treffen konnte und auf vielen Festen widmeten sich die Männer dieser Sportart.

Die Ritterturniere

Bei den klassischen Ritterturnieren ging es darum in voller Rüstung und auf dem Pferd sitzend zu glänzen. Die Rüstungen waren schwer und die Bewegungsfreiheit war wie das Sichtfeld eingeschränkt. Wer siegen wollte, durfte nicht zimperlich sein und musste auch nach einem Abwurf wieder in voller Montur das Pferd erklimmen und sich mit seiner Lanze erneut dem Gegner stellen. Das Volk liebte die Turniere, bei denen es um Ehre oder neue Gebiete ging, sehr und auch in den gehobenen Kreisen freute man sich immer auf diese Spektakel.

Ringen und Faustkampf

Richtig zur Sache ging es im Mittelalter auch beim Ringen. Dieser Sport zählte damals in allen Schichten zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten und auch die Zuschauer fieberten mit. Die Regeln legte man in Handschriften und Gedichten fest und bereits 1539 erschien ein Werk, das erlaubte und nicht erlaubte Griffe beschrieb. Der Faustkampf unterlag weitaus weniger Regeln und aus einem harmlosen Gerangel konnte schnell eine blutige Schlägerei werden, bei der man alle Vorgaben vergaß. Geschwollene Augen, gebrochene Nasen und Blutergüsse waren hier an der Tagesordnung.

Hahnenkämpfe und Bärenhetze

Die Hahnenkämpfe damals waren höchst brutal und man beobachtete gespannt, wie die Gegner sich gegenseitig zerfleischten. In Asien und einigen anderen Teilen der Erde ist der Hahnenkampf noch heute beliebt und auch wenn er verboten wurde, treffen sich die Freunde dieses zweifelhaften Freizeitvergnügens einfach heimlich. Die Bärenhetze war ein weiteres Spektakel, bei dem auch die Kinder zugegen sein durften. Man band einen Bären an einem Baum fest und ließ dann die Hunde angreifen, was uns heute ebenfalls extrem gewalttätig erscheint.

Fußball und Hockey

Vorläufer dieser beiden Spiele gab es bereits im Mittelalter. Allerdings kickte man fast ohne Regeln und viele Veranstaltungen arteten schnell in große Tumulte aus. Hätte es damals bereits online die besten Poker Bonus Angebote gegeben, wären wohl viele Männer und Väter dem Treiben ferngeblieben. Eine Zeitlang wurden diese Sportarten deshalb sogar verboten, weil man der Gewalt nicht anders Herr werden konnte.

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