Reisende Kaufleute vergaben Kredite im Mittelalter

Im Mittelalter gestaltete sich das Kreditwesen als schwierig. Die christliche Kirche und auch der Islam hatten die Verzinsung von Darlehen untersagt. So mussten Kredite heimlich aufgenommen werden. Mit Zustimmung der Kirche wurde ein Kredit nur bewilligt, wenn der Geldgeber keine Zinsen erhob. Eine Gewinnbeteiligung an Produkten, welche durch die Finanzierung entstand, war erlaubt.
Geldgeber im Mittelalter
Zur Zeit des Mittelalters kamen als Geldgeber nur Juden und Italiener infrage. In Italien war es der katholischen Kirche nicht möglich, die Erhebung von Zinsen zu untersagen. Die Juden, welche im Handel als sehr begabt galten, konnten die Verzinsung mit ihrem Glauben vereinbaren. Nur untereinander durften sie ihre Darlehen nicht verzinsen. Dieser Umstand führte dazu, dass reisende jüdische Kaufleute und jene, die aus Italien stammten, häufig nach Krediten gefragt wurden. Das Zinsverbot wurde im Rahmen des Westfälischen Friedens im Jahre 1648 aufgehoben. Innerhalb der katholischen Kirche gelang die Aufhebung des Verbotes allerdings erst im Jahre 1822.
Die Rückzahlung der Kredite, welche zum Großteil von Adeligen aufgenommen wurden erfolgte unter anderem durch die Steuereinnahmen der Fürsten und die Eroberungen der geführten Kriege. Die Grundlage für die Vergabe von Krediten durch reisende Kaufleute waren Vertrauen und Bekanntschaften verschiedener Familien. Durch den Seehandel kam es vor, dass auch Reisende Kredite benötigten. In privaten Bankhäusern konnten sie Geld hinterlegen und bekamen dafür Kreditbriefe ausgestellt. Es war ihnen möglich, diese in fremden Städten gegen Geld einzutauschen. Mit der industriellen Revolution veränderte sich das Kreditwesen stark. Private Bankhäuser waren nicht mehr in der Lage, dem Bedarf an Geld gerecht zu werden. Das Internet gibt Aufschluss über die lange Geschichte des Kreditwesens. Unter www.onlinekredite.cc erfahren Interessenten, wie es heutzutage möglich ist, günstige Kredite aufzunehmen.




