Rangordnung im Mittelalter Bedeutung von Kleidungsstücken

Die Menschen im Mittelalter lebten in einer strikten Hierarchie. Vereinfacht betrachtet gehörte man entweder zur Obrigkeit oder zu den Untertanen. Die damalige Ständeordnung umfasste generell drei Stände. Der erste Stand enthielt alle Geistlichen, vom Papst bis zum niederen Klerus; dem zweiten Stand gehörten der Adel und dem dritten Stand alle freien Bürger an, manchmal auch freie Bauern. Um seine Zugehörigkeit zu einem der Stände zu verdeutlichen, trugen die Menschen spezielle Kleidungsstücke.

Auch bei der Kleidung gab es im Grunde zwei Schichten. Die einfache Landbevölkerung beispielsweise, zu der Knechte, Landarbeiter und Bauern gehörten, trug Arbeitskleidung, die zweckmäßig sein musste und dementsprechend auch praktikabel und weniger ansprechend war; besonders die Bauern legten dabei großen Wert darauf, dass ihre Kleidung bequem und vor allem weit war, sodass Bewegungsfreiheit gewährleistet wurde. Die Kleidung der Bauern veränderte sich dabei kaum und blieb das gesamte Mittelalter über fast unverändert. Im Gegensatz zur bäuerlichen Bekleidung änderte sich die Kleidung der Angehörigen der Oberschicht stetig, und verzeichnete dementsprechend über die Jahre auch modische Veränderungen.

Auch der damalige Adel konnte seine Kleidung noch nicht frei gestalten, wie das heute beispielsweise bei http://www.shirtgalaxie.de/t-shirt-gestalten möglich ist. Daher waren sie vor allem auch von den Stoffen abhängig, die in der Region vorkamen oder importiert wurden. Meist bestand die Kleidung aus Seide, wobei auch Unterkleider aus Wollstoffen und Leinen verwendet wurden, um sich ausreichend wärmen zu können. Die Frauen trugen bodenlange Kleider, da es als unangemessen galt, seine Knöchel oder Füße zu zeigen.

Kleiderordnungen um Unterschiede der Stände zu verdeutlichen

Um sich von anderen Ständen abheben zu können, war vor allem die Farbe der Kleidung wichtig; diese wurde oft als Unterscheidungskriterium verwendet, da das Färben von Kleidung auch äußerst kostenaufwendig war und dementsprechend nur den Reichsten möglich war. Damit die Unterscheidungskriterien auch über die Jahre Bestand hatte, wurden immer wieder Kleiderordnungen verfasst, womit sichergestellt wurde, dass die Menschen der gleichen Stände sich ähnlich kleiden konnten und gleichzeitig auch der Aufwand der Kleidung begrenzt werden konnte. Betrachtet man die Kleider der damaligen Stände, müssen auch länderspezifische Eigenheiten beachtet werden, da viele Länder eigene Kleiderordnungen hatten.

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