Pferdemärkte im Mittelalter

Wenn vom Mittelalter die Rede ist, dann ist hier die Zeit zwischen 500 und 1500 nach Christus gemeint. Das Mittelalter lässt sich unterteilen in das sogenannten frühe, das mittlere und das späte Mittelalter und ist somit eine lange Epoche in der weltlichen Geschichte.

Berufsfelder im Mittelalter

Im Mittelalter gab es auch in Deutschland schon unzählige Berufsfelder, die meistens im Bereich des Handwerks zu finden waren. Alles, was zum damaligen Zeitpunkt selbst produziert werden konnte, hatte auch eine abgrenzende Berufsbezeichnung, sodass es sowohl Schuhmacher als auch Papiermacher, Glasmacher, Fassträger, Sattler und auch Riemer sowie Strumpfstricker gab. Die eigentlichen Berufe und Geldeinnahmequellen entwickelten sich jedoch erst im späteren Mittelalter, da die Bevölkerung vorher überwiegend auf dem Land lebte und entsprechende dort auch nur landwirtschaftliche Tätigkeiten ausübte. Allerdings waren die Menschen dort in der Lage, sich auch den Bedarf an Möbeln oder anderen Utensilien, wie beispielsweise Geschirr, selbst herzustellen, ohne dieses irgendwo anders zu erwerben. Dies wurde erst im späteren Mittelalter möglich, als sich größere Städte etablierten und zu diesem Zeitpunkt auch die einzelnen Handwerksberufe entstanden.

Auch die Pferdemärkte sind ein Relikt aus der Zeit des Mittelalters. Gerade im späten Mittelalter, als die Ritter auf ihre Kreuzzüge gingen, waren Pferdemärkte unerlässlich und wurden regelmäßig aufgesucht. Gute Pferde waren äußerst wichtig, sodass vor allem die Ritter, die dem Adel entstammten, viel zahlten, um die besten Pferde zu bekommen.

Gezahlt wurde meist in Silbermünzen oder aber gegen Naturalien, wobei für ein Pferd rund 800 Gramm Silber hingelegt werden musste oder aber ca. 8 bis 10 gut genährte Ochsen.

Auf Pferderennen wetten konnte man zu damaligen Zeiten jedoch eher weniger; nur in Einzelfällen vertrieben sich die Adeligen hiermit die Langeweile.

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