Begraben: Servatiuskirche zu Maastricht
Ältester Sohn des Herzogs
Karl von Nieder-Lothringen und der Adelheid von Troyes,
Tochter von Graf Heribert III.
Enkel von König Ludwig
IV. von Frankreich und Urenkel von König
HEINRICH I.
Brandenburg Erich: Tafel 5 Seite 10
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VIII. 64. OTTO,
Herzog von Nieder-Lothringen 991
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* vor 985, + wohl 1012
Anmerkungen: Seite 128
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VIII. 64. Otto
Zeit der Geburt Lot, Dern. Carol.
279. Todeszeit a.a.O. 280, Anmerkung 3. Die Angabe Sigberts von Gembloux,
er sei 1005 gestorben, hat Lot als unrichtig erwiesen. Über
seine angebliche Tochter Irmgard a.a.O. 287. [VIII 89]
VI, 27 OTTO
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* c. 970/75, + 1006 (eventuell 1012)
991 Herzog von Nieder-Lothringen
oo NNw
Otto ist als Sohn
Herzog
Karls von Nieder-Lothringen bezeugt in den Gesta episcoporum
Cameracensium III c. 7, SS VII 468, in der Chronik Sigiberts von Gembloux
I a. 991, SS VI 353, und bei Adalbold von Utrecht, Vita Heinrici II. imp.
c. 3, Seite 48.
Die Gesta abbatum Trudonendium cont. III, SS X 382, berichten:
"Qui
Otto absque filio reliquit
post se filiam Hermengardem Namursi cometissam;
de quo etiam processit Godefridus comes de Bolyon et dux Lotharingie,
qui et postea rex Iherusalem."
Dagegen ordnen andere Quellen, die unten VI, 30 zusammengestellt
sind, Herzog Karl von Nieder-Lothringen
eine Tochter namens Ermengard zu. Daher
lehnte die Forschung Ermengard als
Tochter Ottos ab mit der Begründung
von Lot, Derniers Seite 287 mit Anmerkung 1: "Si Otton
avait eu une fille, celle-ci n'aurait pu avoir en 1008 un fils
en eta de porter les armes." Wenn wir jedoch das bereits von Lot, Derniers
Seite 209, Anmerkung 2, mit c 975 ermittelte ungefähre Geburtsjahr
etwas nach vorne verschieben, kann eine Tochter Ottos
c. 980 das heiratsfähige Alter erreicht haben und ihrerseits somit
auch im Jahr 1008 einen waffenfähigen Sohn haben.
Die Todeszeit Herzog Ottos von
Nieder-Lothringen, mit dem Nachkommen Kaiser
KARLS DES GROSSEN im Mannesstamm ausgestorben sind, ist von
Sproemberg, Politik Seite 207-212, festgestellt worden.
OTTO
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* (975), + 1012
991 HERZOG VON NIEDER-LOTHRINGEN
Schieffer Rudolf:
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"Die Karolinger"
In Lothringen zurückgelassen hatte Karl
seinen älteren, dem kaiserlichen Großonkel nachbenannten
Sohn
Otto, der 991 in die Rolle des
Herzogs der nördlichen Gegenden um Brüssel aufrückte.
Er hielt sich vom politischen Geschehen in Frankreich fern und scheint
stattdessen auf vertrautem Fuße mit dem etwa gleichaltrigen
Kaiser
OTTO III., seinem Vetter (2. Grades), gestanden zu haben, den
er vermutlich im Mai 1000 in Aachen, der Pfalz seines Ahnherrn, empfing.
Jedenfalls begleitete er ihn auf dem dort begonnenen letzten Italienzug,
der Anfang 1002 mit dem Tod des Kaisers endete, und gehörte zu denen,
die den Leichnam bis zur Bestattung in Aachen heimführten. Unter dem
Nachfolger HEINRICH II., wiederum wie
er selbst einem Urenkel HEINRICHS I.,
verliert sich Ottos Spur, zumal auch
nichts über eine Ehe und Nachkommen verlautet. Während eine vereinzelte
Nachricht seinen Tod zum Jahre 1005 meldet, steht andererseits fest,
dass der letzte KAROLINGER nicht vor
1012 im Herzogtum ersetzt worden ist.
Die Ungewißheit, die über Ottos
Ende liegt, zeigt, dass sein Hinscheiden von den zeitgenössischen
Berichterstattern kaum als historische Wendemarke empfunden worden ist.
In der Tat, mit jenem Otto verschwand
allein der Mannesstamm KARLS DES GROSSEN
innerhalb kirchlich anerkannter Ehe, aber es verblieben in großer
Zahl Abkömmlinge aus illegitimer oder weiblicher Deszendenz, die sich
dieser Herkunft rühmten und ihren politischen Rang mehr oder minder
bewußt auf karolingisches Blut
in ihren Adern gründeten.
Mohr Walter: Band I Seite 63-64
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"Geschichte des Herzogtums Lothringen"
Karls ältester Sohn Otto war bei den Kämpfen seines Vaters im westfränkischen Reich in Lothringen zurückgeblieben. Er folgte ihm in der Herzogswürde für Nieder-Lothringen. Seine Haltung war durchaus kaisertreu. Zwar ist der in den während des kaiserlichen Aufenthaltes in Italien im Jahre 986 ausgestellten Urkunden genannten Herzog Otto wahrscheinlich nicht mit ihm identisch, doch steht es einwandfrei fest, dass er den Kaiser OTTO III. auf dem letzten Romzug begleitet hat. Auch mit dem späteren Kaiser HEINRICH II. hat er sich gut gestanden. Über das Datum seines Todes herrscht keine Gewißheit. Sigebert von Gembloux berichtet zum Jahre 1005, Herzog Otto sei gestorben, und das Herzogtum Lothringen habe Gottfried, der Sohn des Grafen von Verdun, erhalten. Auf der anderen Seite schreibt die Bistumschronik von Cambrai, die den Ereignissen zeitlich näher steht, Gottfried habe das Herzogtum durch die Fürsprache des Bischofs Gerhard von Cambrai erhalten. Dieser ist jedoch erst im Jahre 1012 zum Bischof erhoben worden. Daneben ist auch der in St. Truiden entstandene Bericht der Miracula s. Trudonis angeführt worden, der zwar ähnlich zugunsten des Jahres 1005 als Todesdatum spricht, aber gerade in dieser Datierung dadurch unsicher ist, weil sie erst in einer Bearbeitung aus dem 14. Jahrhundert hinzugesetzt wurde. Zwei Urkunden aus den Jahren 1004 und 1008, die bereits einen Herzog Gottfried nennen, sind uns nur als Kopien erhalten und auch aus sonstigen Gründen unzuverlässig. Aus der umfangreichen Diskussion ergibt sich schließlich die Möglichkeit, dass Herzog Otto im Jahre 1005 gestorben ist, dass das Herzogtum aber bis zum Jahre 1012 nicht besetzt wurde.
Holtzmann Robert: Seite 301,349,367,375
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Karl von Nieder-Lothringen
hat die Freiheit nicht wieder gesehen; er ist am 22. Juni 992 in der Gefangenschaft
gestorben. Von seinen drei Söhnen war der älteste, Otto,
der einer früheren Ehe Karls entstammte,
in Lothringen geblieben, wo er in besten Beziehungen zur Reichsregierung
stand und daher nach dem Tod des Vaters mit seinem Herzogtum belehnt wurde.
Noch ein zweiter Herzog, der KAROLINGER
Otto von Nieder-Lothringen, sowie einige Bischöfe und neue
Scharen deutscher Ritter waren 1000 mit nach Italien gekommen.
Bei der Beisetzungsfeierlichkeit sprach sich der größte
Teil der Anwesenden für Hermann von Schwaben aus und erklärte
den Bayern-Herzog (wohl unter Berufung auf seine Kränklichkeit) für
ungeeignet. Auch Herzog Otto von Nieder-Lothringen,
der KAROLINGER, und Gottfried, der
älteste Sohn Gottfrieds des Gefangenen aus dem Hause der ARDENNERGRAFEN,
beides treue Gehilfen OTTOS III., schlossen
sich dieser Partei an.
Von Utrecht begab sich dann auch HEINRICH
nach Aachen, wo nun in der Tat an Mariae Geburt (8. Sptember 1002) die
Niederlothringer ihn gleichfalls zum König wählten und auf den
Thron KARLS DES GROSSEN setzten. Ob
der Herzog Otto dabei in Person anwesend
war, ist nicht überliefert. Sicher ist, daß auch er dem König
in Treue gedient hat.
Weinfurter, Stefan: Seite 62,223
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"Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten"
Nieder-Lothringen befand sich in der Hand der
KAROLINGER. Karl, der Bruder
König
Lothars von Frankreich (+
986), war dort Herzog von 977 bis 991. Ihm folgte sein Sohn
Otto
von 991 bis 1006 (1012), mit dem
die Nachkommen KARLS DES GROSSEN in
direkter männlicher Linie ausstarben.
Graf Lamberts von Löwen Ansprüche auf das niederlothringischen
Herzogtum hatte HEINRICH II. nach dem
Tod Herzog Ottos von Nieder-Lothringen 1005
nicht erfüllt, sondern die Herzogsgewalt fürs erste in der eigenen
Hand behalten.
Eickhoff Ekkehard: Seite 416
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"Theophanu und der König.Otto III. und seine Welt."
Während damals OTTOS glückloser Lehsnmann Karl von Nieder-Lothringen im Kerker von Orleans seinem Tode entgegensiechte, taucht dessen Sohn in der Nähe des Königs auf: Otto, belehnt mit dem Herzogtum seines Vaters. Dieser junge Fürst, dessen Taufname schon die Bindung zu seinen sächsischen Schirmherrn verrät war nicht nur der allerletzte KAROLINGER im Mannesstamm. Er war durch seine Großmutter Gerberga ein Urenkel HEINRICHS I., wie OTTO III. selbst. Sicherlich war er im Herzogtum seines Vaters in Sicherheit, als dieser durch Ascelin an die KAPETINGER verraten wurde. Zwar sind nur spärliche Spuren von ihm in den Quellen der Zeit enthalten, doch hat er offenbar zum Kreis des geistlichen und weltlichen Söhne des hohen Adels gezählt, der sich um OTTO III. sammelte.
Görich Knut: Seite 135,144,146,149
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"Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus"
Von den weltlichen Herren sind nur Herzog
Otto von Nieder-Lothringen, Graf Heinrich von Luxemburg und
ein Graf Wichmann als Begleiter des Leichenzugs namentlich belegt; zumindest
Herzog
Otto und Graf Heinrich befanden sich schon zuvor längere
Zeit im Gefolge des Kaisers [Vgl. BU 1450/IVb. Die Adeligen werden nur
in Adalbolds Vita Heinrici erwähnt. Herzog
Otto von Nieder-Lothringen war schon im Jahr 1000 mit OTTO
nach Italien gezogen, vgl. BU 1370e.] .
Zur Jahreswende 1001 ist von den weltlichen Großen
nur Herzog Otto von Nieder-Lothringen
im Gefolge des Kaisers belegt [Herzog Otto
nahm am dritten Italienzug von Anfang an teil (vgl. 1370e) und hielt sich
beim Tod OTTOS in dessen Umgebung auf.],
der bezeichnenderweise weder am ersten noch am zweiten Italöienzug
teilgenommen hatte. .
Literatur:
Gedanken
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Althoff Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft
ohne Staat. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000, Seite 214
- Barth Rüdiger E.: Der Herzog in Lotharingien im 10. Jahrhundert.
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 52,103 - Beumann, Helmut:
Die Ottonen, Verlag W. Kohlhammer, 1991 Seite 167 - Brandenburg
Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt
an der Aisch 1998 Seite 10,128 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger.
W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000, Seite 33 - Ehlers
Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die
französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII.
888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996, Seite 80 - Eickhoff
Ekkehard: Theophanu und der König. Otto III. und seine Welt. Klett-Cotta
Stuttgart 1996, Seite 416,436,591 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte
der deutschen Kaiserzeit. Band 1- Band 6, Mundus Verlag 2000 Band 1 Seite
693 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung
in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 187,197,302
- Görich Knut: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus, Jan
Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 135,144, 146,149 - Hirsch,
Siegfried: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II. Verlag
von Duncker & Humblot Berlin 1864 Band I Seite 228,329/Band II Seite
191 N. 4,281,339 - Hlawitschka, Eduard: Konradiner-Genealogie, unstatthafte
Verwandtenehen und spätottonisch-frühsalische Thronbesetzungspraxis.
Ein Rückblick auf 25 Jahre Forschungsdisput. Hahnsche Buchhandlung
Hannover 2003 Seite 27,69 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971, Seite 301,349,367,375,397
- Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Geschichte
des Herzogtums Groß-Lothringen (900-1048) Verlag "Die Mitte" Saarbrücken
1974 Band I Seite 63-64 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger.
W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 220,223 - Schnith
Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern
zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990, Seite 95, 152,168,175
- Uhlirz, Karl: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Otto
II. und Otto III. Verlag Duncker & Humblot Berlin 1967 Seite 84,135,137,337,394,411
- Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende
der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite 62,223 - Wolf
Armin: Zur Königswahl Heinrichs II. im Jahre 1002. Verwandtschaftliche
Bedingungen des Königswahlrechts. in: Genealogisches Jahrbuch Band
42 Verlag Degener & Co. Neustadt a.d.Aisch 2002, Seite 22,23,26,75,77,79-81
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