Mittelalter Gewandungen

Mode spielte auch im Mittelalter schon eine große Rolle. Zwar waren die kostenbaren Gewänder den Reichen und Adeligen vorbehalten, denn damit zeigten sie ihren Stand nach außen hin, doch auch das arme Volk versuchte natürlich sich durch die Qualität der Kleidung von anderen abzusetzen. Da die Kleidung vor allem von der Gesellschaftsschicht, in der man sich bewegte, abhing, konnte man auf den ersten Blick erkennen, wer einem gegenüberstand.

Knechte und Mägde von armen Bauern trugen grobe Leinenkleidung und die Bediensteten der Reichen konnten hochwertigere Stoffe auf dem Leib tragen. Um etwa 500 nach Christus trugen die germanischen Männer knielange Hosen. Sie wurden aus Leinen, Wollstoffen oder aus Fell gefertigt und farblich setzte man auf Blau, Lila, Rot oder Erdfarben. Ärmellose Kittel, die hemdartig geschnitten waren bildeten die Oberkleidung und die rechteckigen Mäntel wurden mittels Brosche auf der rechten Schulter geschlossen. Die Damen trugen zu dieser Zeit ärmellose Hemdröcke aus Leinen, die von Fibeln (Broschen) zusammengehalten wurden und ein großes Umschlagtuch, mit dem sich auch der Kopf bedecken ließ. Am Gürtel mit Schnallenverschluss konnte man eine kleine Tasche befestigen.

Fünfhundert Jahre später wurde der Unterschied von Dienenden und Herrschenden deutlicher und die Reichen trugen byzantinische Gewänder. Leinenhemd und Leinenhose waren die Unterkleider, über die man ein Untergewand zog. Darüber trug man das etwas kürzere Obergewand und wer etwas auf sich hielt, zog über die Füße zwei verschiedenfarbige Strümpfe. Moderne Bischöfe und Päpste tragen bis heute die byzantinische Mode. Adelige und Reiche kleideten sich bunt und prächtig. Perlen und kostbare Steine schmückten die Kleidung und bei den älteren Adeligen wurden die Bärte mit Goldfäden versetzt. Die Damen der Oberschicht kleideten sich ebenso prächtig und sie widmeten ihrem Haar auch große Aufmerksamkeit. Künstliche Locken wurden mit Brenneisen und Eiweiß erzeugt und blonde Haare mit einem Stich ins rötliche galten als besonders modern.

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