Tochter des Fürsten Wladimir
III. von Nowgorod aus dem Hause der RURIKIDEN
und
der Richiza von Polen, Tochter von
Herzog
Boleslaw III.
Halbschwester von König
Knut V. von Dänemark
Althoff Gerd: Seite 365
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
K 15
Lü: 12.5. Waldemar rex + 1182 König von Dänemark
Waldemars Politik
im Ostseeraum ist durch vielfältige Beziehungen zum Sachsen-Herzog
Heinrich dem Löwen gekennzeichnet. Diese Bindungen wurden
1176/77 durch die Heirat von Heinrichs TochterGertrudmit
dem dänischen Thronfolger
Knut gefestigt (vgl. K 42). Auch die Gemahlin Waldemars,
Sophia,
erscheint im Lüneburger Nekrolog (vgl. K 11).
K 11
Lü: 6.5. Sopphia regina Dacie + 1198 Gemahlin Waldemars von Dänemark
Sophia, die Tochter
des Fürsten Wolodar von Minsk,
war in erster Ehe mit dem König Waldemarvon
Dänemark (K 15), in zweiter Ehe mit Graf
Ludwig von Thüringen verheiratet (vgl. Stammtafeln II, 71
und 92).
Zu den Verbindungen Waldemars
mit
Heinrich dem Löwen vgl. Jordan, Heinrich der Löwe und Dänemark,
Seite 22-29; Ders., Heinrich der Löwe, passim (Register Seite
316).
Zum Todesdatum: Annales Ryenses (MGH SS 16, Seite 405).
Aus Dänemark holte er seine zweite Gattin heim. Diese war slawischer Herkunft und mit dem dänischen König vermählt gewesen. Ihr Sohn regierte nach dem Tode des Vaters inzwischen als König Knut I. das Land. Bereits im nächsten Jahr schickte Ludwig seine Neuerwerbung wieder zurück, etwa zum gleichen Zeitpunkt, als auch Kaiser FRIEDRICH I. seiner dänischen Schwiegertochter überdrüssig wurde. Somit hinterließ Ludwig keinen Sohn, der die Landgrafschaft weiterführen konnte. Das gesamte ludowingische Erbe fiel an seinen Bruder Hermann I.
Hiller, Helmut: Seite 391
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"Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik."
Inzwischen hatte der Kaiser nach Dänemark geschickt, um die rückständige zweite Rate der Mitgift für die Braut seines Sohnes Friedrich abzuholen. Aber König Knud VI. verweigert die Bezahlung, weshalb die STAUFER die Braut wiieder nach Dänemark zurückschickten. Obendrein retournierte auch Landgraf Ludwig von Thüringen ebenfalls seine dänische Gemahlin Sophie, die Mutter KönigKnuds.
Ahlers Jens: Seite 131
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"Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235."
Der dänische König hatte sich durch ein Ehebündnis
zwischen seiner Mutter Sophie und dem
Thüringer Landgrafen, der sich der Kölner Oppopsitionn angeschlossen
hatte, der kölnischen Partei angenähert [612 Knipping,
Regesten, II, Nr. 1281, Seite 252; Arnold von Lübeck, II 16,21; Seite
102,110f. ]. Ganz offen stand der Papst zusammen mit Philipp gegen den
Kaiser.
1157
1. oo Waldemar I. König von Dänemark
14.1.1131-12.5.1182
1186
oo 2. Ludwig III. der Milde Landgraf von Thüringen
um 1151/52-16.10.1190
Kinder:
Knut VI.
1163-12.11.1202
Sofie
-
1208
1181
oo Siegfried III. Graf von Orlamünde
- 1206
Waldemar II. der Sieger
28.6.1170-28.3.1241
Margarete Nonne zu Roskilde
-
Marie Nonne zu Roskilde
-
Richza
-8.5.1220
1210
oo Erich X. König von Schweden
-10.4.1216
Ingeborg
um 1175-29.7.1236
14.8.1193
oo Philipp II. August König von Frankreich
22.7.1165-14.7.1223
Helene
-22.11.1233
1202
oo Wilhelm Herzog von Lüneburg
11.4.1184-13.12.1213
Literatur:
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Ahlers Jens: Die Welfen und die englischen Könige
1165-1235. Verlag August Lax Hildesheim 1987 Seite 131 - Althoff,
Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung.
Wilhelm Fink Verlag München 1984 Seite 365 - Hiller, Helmut:
Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik. Paul List Verlag KG
München 1977 Seite 391 - Patze,
Hans: Die Entstehung der Landesherrschaft Thüringen, Böhlau
Verlag Köln/Graz 1962 - Patze,
Hans/Schlesinger, Walter: Geschichte Thüringens, Böhlau
Verlag Köln/Graz 1967 - Schwarz, Hilmar: Die Ludowinger Aufstieg
und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts, Wartburg-Stiftung
1993 Seite 45,90 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998
Tafel 145 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag
Frankfurt/Main 1993 Tafel 178 -
Slavenchronik des Arnold von Lübeck -
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16. Von dem Landgrafen und der Mutter des Königs.
Um diese Zeit verstieß Landgraf Lothewig von Thüringen,
der Schwestersohn des Kaisers, seine Gemahlin,
angeblich
wegen zu naher Verwandtschaft, und heirathete die
Mutter
Kanuts, des Königs von Dänemark. Als
diese mit vielen
Schätzen und großer Habe ihr Land verließ,
eilte ihr der
Landgraf an die Egdora entgegen, empfing sie aus
der Hand
des Königs und der dortigen Bischöfe,
und zog voll Freuden
seines Weges. Graf Adolf aber geleitete sie auf
das
ehrenvollste durch sein Land und bewirthete sie
gar reich, sowohl
dem Könige zu Ehren, als auch aus Freundschaft
für den
Landgrafen.
21. Von der Rücksendung der Schwester König
Kanuts.
Von der Rücksendung der Schwester und der Heimkehr der Mutter König Kanuts.
Um diese Zeit schickte der Kaiser angesehene Abgeordnete
an den König Kanut des Geldes wegen, welches
der Vater
desselben, Waldemar, seiner mit dem Sohne des Kaisers
zu
vermählenden Tochter mitzugeben versprochen,
und welches
Kanut auch zum Theil ausbezahlt hatte. Wegen der
Verhältnisse aber, welche, wie oben erwähnt,
zwischen ihm und
dem Kaiser obwalteten, hatte er Bedenken getragen,
die ganze
Summe auszuzahlen. Der Kaiser dagegen sandte dem
Könige
seine Schwester unberührt, sammt der Aussteuer,
wie er sie
empfangen hatte, zurück, und zwar nicht, weil
er
Gelegenheit suchte, sie zu verstoßen, sondern
weil der Ehevertrag
gebrochen war. Dies nahm Kanut sehr übel auf,
und übte
seitdem offne Feindschaft gegen den Kaiser, so
daß er erklärte,
ihm gehöre das ganze Land der Wagiren, Holtsaten,
Sturmaren und Polaben bis an die Elbe, und dasselbe
durch die
Slaven, die er für sich gewonnen hatte, häufig
verwüsten ließ.
Auch seine Mutter wurde vom Landgrafen Lothewich
verstoßen, kehrte auf unehrenvolle Weise
heim, und klagte über
viele, ihr von ihrem Gemahle angethane Kränkungen.
Dadurch noch mehr aufgereizt, glaubte Kanut gegen
die Deutschen
eine gerechte Sache zu haben.