Sophie von Kiew                             Landgräfin von Thüringen
---------------------                            Königin von Dänemark
um 1141-6.5.1198
 

Tochter des Fürsten Wladimir III. von Nowgorod aus dem Hause der RURIKIDEN und der Richiza von Polen, Tochter von Herzog Boleslaw III.
Halbschwester von König Knut V. von Dänemark
 

Althoff Gerd: Seite 365
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                                  K 15

Lü:  12.5.    Waldemar rex  + 1182 König von Dänemark

Waldemars Politik im Ostseeraum ist durch vielfältige Beziehungen zum Sachsen-Herzog Heinrich dem Löwen gekennzeichnet. Diese Bindungen wurden 1176/77 durch die Heirat von Heinrichs TochterGertrudmit dem dänischen Thronfolger Knut gefestigt (vgl. K 42). Auch die Gemahlin Waldemars, Sophia, erscheint im Lüneburger Nekrolog (vgl. K 11).



Althoff Gerd: Seite 365
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                             K 11

Lü:  6.5.    Sopphia regina Dacie  + 1198 Gemahlin Waldemars von Dänemark

Sophia, die Tochter des Fürsten Wolodar von Minsk, war in erster Ehe mit dem König Waldemarvon Dänemark (K 15), in zweiter Ehe mit Graf Ludwig von Thüringen verheiratet (vgl. Stammtafeln II, 71 und 92).
Zu den Verbindungen Waldemars mit Heinrich dem Löwen vgl. Jordan, Heinrich der Löwe und Dänemark, Seite 22-29; Ders., Heinrich der Löwe, passim (Register  Seite 316).
Zum Todesdatum: Annales Ryenses (MGH SS 16, Seite 405).



Schwarz, Hilmar: Seite 45
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"Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts"

Aus Dänemark holte er seine zweite Gattin heim. Diese war slawischer Herkunft und mit dem dänischen König vermählt gewesen. Ihr Sohn regierte nach dem Tode des Vaters inzwischen als König Knut I. das Land. Bereits im nächsten Jahr schickte Ludwig seine Neuerwerbung wieder zurück, etwa zum gleichen Zeitpunkt, als auch Kaiser FRIEDRICH I. seiner dänischen Schwiegertochter überdrüssig wurde. Somit hinterließ Ludwig keinen Sohn, der die Landgrafschaft weiterführen konnte. Das gesamte ludowingische Erbe fiel an seinen Bruder Hermann I.

Hiller, Helmut: Seite 391
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"Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik."

Inzwischen hatte der Kaiser nach Dänemark geschickt, um die rückständige zweite Rate der Mitgift für die Braut seines Sohnes Friedrich abzuholen. Aber König Knud VI. verweigert die Bezahlung, weshalb die STAUFER die Braut wiieder nach Dänemark zurückschickten. Obendrein retournierte auch Landgraf Ludwig von Thüringen ebenfalls seine dänische Gemahlin Sophie, die Mutter KönigKnuds.

Ahlers Jens: Seite 131
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"Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235."

Der dänische König hatte sich durch ein Ehebündnis zwischen seiner Mutter Sophie und dem Thüringer Landgrafen, der sich der Kölner Oppopsitionn angeschlossen hatte, der kölnischen Partei angenähert [612 Knipping, Regesten, II, Nr. 1281, Seite 252; Arnold von Lübeck, II 16,21; Seite 102,110f. ]. Ganz offen stand der Papst zusammen mit Philipp gegen den Kaiser.
 
 
 
 

   1157
  1. oo Waldemar I. König von Dänemark
           14.1.1131-12.5.1182
 
 
 

  1186
  oo 2. Ludwig III. der Milde Landgraf von Thüringen
          um 1151/52-16.10.1190
 
 
 
 

Kinder:

  Knut VI.
  1163-12.11.1202

  Sofie
        -   1208

1181
  oo Siegfried III. Graf von Orlamünde
             -   1206

  Waldemar II. der Sieger
  28.6.1170-28.3.1241

  Margarete Nonne zu Roskilde
          -

  Marie Nonne zu Roskilde
        -

  Richza
         -8.5.1220

1210
  oo Erich X. König von Schweden
              -10.4.1216

  Ingeborg
  um 1175-29.7.1236

14.8.1193
   oo Philipp II. August König von Frankreich
        22.7.1165-14.7.1223

  Helene
         -22.11.1233

1202
  oo Wilhelm Herzog von Lüneburg
       11.4.1184-13.12.1213
 
 
 
 

Literatur:
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Ahlers Jens: Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235. Verlag August Lax Hildesheim 1987 Seite 131 - Althoff, Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München 1984 Seite 365 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik. Paul List Verlag KG München 1977 Seite 391 - Patze, Hans: Die Entstehung der Landesherrschaft Thüringen, Böhlau Verlag Köln/Graz 1962 - Patze, Hans/Schlesinger, Walter: Geschichte Thüringens, Böhlau Verlag Köln/Graz 1967 - Schwarz, Hilmar: Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts, Wartburg-Stiftung 1993 Seite 45,90 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 145 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 178 -
 
 
 

Slavenchronik des Arnold von Lübeck -
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16. Von dem Landgrafen und der Mutter des Königs.

 
Um diese Zeit verstieß Landgraf Lothewig von Thüringen,
 der Schwestersohn des Kaisers, seine Gemahlin, angeblich
 wegen zu naher Verwandtschaft, und heirathete die Mutter
 Kanuts, des Königs von Dänemark. Als diese mit vielen
 Schätzen und großer Habe ihr Land verließ, eilte ihr der
 Landgraf an die Egdora entgegen, empfing sie aus der Hand
 des Königs und der dortigen Bischöfe, und zog voll Freuden
 seines Weges. Graf Adolf aber geleitete sie auf das
 ehrenvollste durch sein Land und bewirthete sie gar reich, sowohl
 dem Könige zu Ehren, als auch aus Freundschaft für den
 Landgrafen.

21. Von der Rücksendung der Schwester König Kanuts.
 

Von der Rücksendung der Schwester und der Heimkehr der Mutter König Kanuts.

 
Um diese Zeit schickte der Kaiser angesehene Abgeordnete
 an den König Kanut des Geldes wegen, welches der Vater
 desselben, Waldemar, seiner mit dem Sohne des Kaisers zu
 vermählenden Tochter mitzugeben versprochen, und welches
 Kanut auch zum Theil ausbezahlt hatte. Wegen der
 Verhältnisse aber, welche, wie oben erwähnt, zwischen ihm und
 dem Kaiser obwalteten, hatte er Bedenken getragen, die ganze
 Summe auszuzahlen. Der Kaiser dagegen sandte dem Könige
 seine Schwester unberührt, sammt der Aussteuer, wie er sie
 empfangen hatte, zurück, und zwar nicht, weil er
 Gelegenheit suchte, sie zu verstoßen, sondern weil der Ehevertrag
 gebrochen war. Dies nahm Kanut sehr übel auf, und übte
 seitdem offne Feindschaft gegen den Kaiser, so daß er erklärte,
 ihm gehöre das ganze Land der Wagiren, Holtsaten,
 Sturmaren und Polaben bis an die Elbe, und dasselbe durch die
 Slaven, die er für sich gewonnen hatte, häufig verwüsten ließ.
 Auch seine Mutter wurde vom Landgrafen Lothewich
 verstoßen, kehrte auf unehrenvolle Weise heim, und klagte über
 viele, ihr von ihrem Gemahle angethane Kränkungen.
 Dadurch noch mehr aufgereizt, glaubte Kanut gegen die Deutschen
 eine gerechte Sache zu haben.