Tochter des Grafen Berthold von Sangerhausen
Eventuell Tochter des Pfalzgrafen
Burchard von Sachsen aus dem
Hause
GOSECK und der Oda
von Merseburg, Tochter von Pfalzgraf Siegfried
Cäcilie war die Erbin von Sangerhausen. Sie war eventuell die Enkelin der Kaiserin Gisela aus 1. Ehe, soll ihrem Gatten 7.000 Hufen Erbgut zugebracht haben und so den Aufstieg der LUDOWINGER erst ermöglicht haben.
Fenske Lutz: Seite 242
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen
Sachsen"
Neben der Tüchtigkeit Ludwigs des Bärtigen verdankten seine Nachkommen ihren Aufstieg wohl auch seiner Heirat mit der reichen Erbtochter Cäcilie, einer Frau, die aller Wahrscheinlichkeit nach einem ostsächsischen Adelsgeschlecht entstammte und im westlichen Hassegau umfangreichen Besitz gehabt haben muß. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter die beiden Söhne Ludwig und Berengar.
Patze Hans: Seite 175
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"Die Entstehung der Landesherrschaft Thüringen"
Über die Herkunft der Cäcilie fehlen sichere Anhaltspunkte. Es hat einige Wahrscheinlichkeit für sich, dass sie eine Schwester Bruns von Minden und des sächsischen Pfalzgrafen Siegfried (ca. 1017-1038) war.
Meyer Karl:
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"Die Abstammung der Cäcilie von Sangerhausen, Gemahlin
Graf Ludwigs des Bärtigen"
in: Zeitschrift des Harzvereins 15, 1882
Vielerlei Hypothesen sind über die Abstammung der
Ahnmutter
des Thüringischen Landgrafenhauses aufgestellt worden, ohne dass
eine derselben eine Wahrscheinlichkeit hätte. Meines Erachtens liegt
ihre Abstammung recht nahe und es ist unbegreiflich, wie man so lange hat
im Dunkeln umherirren können.
Die Reinhardsbrunner Annalen melden: Post hoc Ludwicus
cum barba diviciis er prosperitate proficiens avvepit in coniugium
matrimonialiter quandam matrona nobilissimam de Saxonia, Caecilium
de Sangerhusen, que ad eum VII millia mansorum cum innumerabilibus
mancipiis er ceteris honorificis impensis ex hereditaria successione devolvit"
Dieser reiche Besitz, den sie ihrem Gemahl zubrachte, war ihr Erbgut. Es
fragt sich nun in erster Linie, welches edle sächsische Geschlecht
vor ihr die zum sächsischen Gaue Friesenfeld gehörige Gegend
besessen hat. 980 liegt die curtis Lengiuelt bei Sangerhausen in
der Grafschaft des Grafen Siegfried (Höfer, Zeitschrift I,
518). 979 ist der Willianweg Grenze der Grafschaft des Grafen Siegfrieds,
welcher als Graf im Hassegau bezeichnet wird ("Willianwech, quo terminatur
comitatus Sigifridi comitis .....in pago Hassega er comitatu Sigefridi
comitis").
Dieser Graf Siegfried war der Vater des hassegauischen
Grafen Burchard, welcher als Pfalzgraf von Sachsen 1003 erscheint (Ilsenburger
Urkdb. Nr. 1) und nach dem Chronograph Saxo 1017 starb. Er hinterließ
eine Witwe
Oda, welche Eisleben besaß und die Mutter des Bischofs
Bruno von Minden war. Letzterer hatte zum Bruder den am 25. April 1038
verstorbenen Pfalzgrafen Siegfried von Sachsen, welcher auf der Wimmelburg
begraben wurde. 1042 (siehe Harzvereinszeitschrift 1869, III, S. 131) nennt
Bischof Bruno noch zzwei andere Brüder: Hildiboldus und Hemuko. Der
Letztere ist es wahrscheinlich, der später als Kanonikus Hamezo in
Halberstadt erscheint und vom Kaiser
HEINRICH IV. im Jahre 1085 zum Bischof von Halberstadt erhoben
wird.
Dieser Hamezo aber wird vom Annalisten Saxo im Jahre
1085 als mütterlicher Oheim des jüngeren Ludwig (des
Saliers oder Springers), also der Bruder der Cäcilie
von Sangerhausen, genannt (Hamezonem .... avunculum Ludowici
comitis de Thuringia"). Es ergibt sich somit als größte
Wahrscheinlichkeit, dass Cäcilie von Sangerhausen
die
Schwester des Pfalzgrafen Siegfried von Sachsen und die Tochter
des sächsischen Pfalzgrafen Burchard gewesen ist. Mit Recht
nennt sie aus diesem Grunde der Reinhardsbrunner Annalist "die hohe sächsische
Frau (matrona nobilissima de Saxonia)". Da mit ihrem Bruder, dem
Pfalzgrafen Siegfried, 1038 der Mannesstamm des Geschlechts erlosch,
so war sie eine Erbtochter (wohl nicht die einzige; ich bin geneigt, die
Gräfin Christina, welche das Kloster Wimmelburg gestiftet hat,
als ihre Schwester und als Gemahlin des Dynasten Hoyers von Mansfeld anzusehen).
Da ihr Vater Pfalzgraf Burchard 1017 starb, so wird Cäcilie
bei ihrer (zwischen 1040 und 1044 erfolgten) Verheiratung mit Ludwig
dem Bärtigen mindestens 30 Jahre alt, wenn nicht noch älter,
gewesen sein.
oo Ludwig I. der Bärtige Graf in Thüringen
- 1056 oder 1080 (13.6.1080 Isenburg)
Kinder:
3T, 2S
Ludwig II. der Springer
1042- 1123
Beringer Graf von Sangershausen
1056/57- vor 25.7.1110
Hildegard
-
1. oo Poppo I. Graf von Henneberg
-7.8.1078 gefallen
2. oo Thiemo Graf von Nordeck
-
Uta
-
oo Dietrich Graf von Linderbach
-
Adelheid
-
oo Ludwig Graf von Wippra
-
Literatur:
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Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung
im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977,
Seite 242,244 A. 121 - Meyer, Karl: Die Abstammung der Cäcilie
von Sangerhausen, Gemahlin Ludwigs des Bärtigen, in: Zeitschrift des
Harzvereins 15,1882 - Patze, Hans: Die Entstehung der Landesherrschaft
Thüringen, Böhlau Verlag Köln/Graz 1962 - Schwarz,
Hilmar: Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen
Landgrafengeschlechts, Wartburg-Stiftung 1993 Seite 88 - Schwennicke
Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann
GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 145 -