Einrichtungsstile im Wandel der Zeit

Der Einrichtungsstil ändert sich ebenso wie der Kleidungstil und im Laufe von Jahrhunderten wurden viele Einrichtungsgegenstände immer wieder an neue Bedürfnisse und Wünsche angepasst. Vom Mittelalter bis heute hat sich einiges getan und die industrielle Fertigung hat die Veränderungen im Wohnstil der Menschen zusätzlich beschleunigt. Heute gibt es alles in unterschiedlichen Preisklassen und Farben und erst in den letzten Jahren gewann die Individualität wieder mehr Raum bei der Einrichtung.

Im Mittelalter dienten einfache Holzplanken als Tisch

Die Adeligen wussten schon früh feine Möbel zu schätzen und auch Vorhänge aus Samt konnte man auf den Burgen und Schlössern schon finden, als die einfachen Bürger noch nicht einmal über einen Tisch verfügten. Einfache Holzplanken wurden auf Böcke gelegt um eine Stellfläche für die Schüssel mit dem Eintopf zu haben und die Betten bestanden meist aus einfachen Strohliegeflächen ohne hölzerne Umrandung. Die reichen Herrschaften hingegen schlummerten bereits auf Matratzen, die mit weichem Stroh gefüllt waren und ihre Möbel wurden aufwendig verziert und bemalt. Schränke, Tische, Regale und Sessel waren reine Handarbeit und ein Schreiner benötigte mehrere Wochen für ein einfaches Möbelstück. Ab 1815 kamen dann die Biedermeier Epoche, in der die Bürger mehr Geld zur Verfügung hatten und ihr Zuhause stilvoll einrichten konnten. Biedermeier Stühle sind auch heute noch sehr begehrt, denn sie vermitteln noch immer die damals erwünschte Atmosphäre eines wohnlichen Heims.

Moderne Wohnstile wechseln häufig

Jeden Sommer gibt es neue Trendfarben für Röcke und Shirts und auch die moderne Einrichtung präsentiert sich jährlich im neuen Gewand. Günstige Massenproduktionen erlauben häufige Kollektionswechsel und wo heute Naturtöne das Wohnzimmer beherrschen, können nächstes Jahr schon Pastelltöne angesagt sein. Der moderne Mensch wohnt nicht mehr zwanzig Jahre mit der gleichen Wohnwand zusammen, sondern erfindet sich selbst und sein Zuhause gern öfter neu. Designer sorgen für Neuinterpretationen, die als Eyecatcher fungieren und die meisten Deutschen wechseln alle drei bis fünf Jahre ihre Einrichtung – so wird das Wohnen zum richtigen Erlebnis.

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