Die Architektur der Städte im Mittelalter

Nach 1100, als man in Deutschland wieder neue Städte gründete, war vor allem die Lage entscheidend. Städte entstanden entweder entlang von wichtigen Handelsrouten oder in der Nähe von Burgen, Schlössern oder Klöstern. Die Menschen versprachen sich Vorteile vom Leben in der Stadt und die Baukunst der damaligen Zeit kann man heute noch in vielen Städten sehen.

Die Architekturstile

Gotik und Romanik waren im Mittelalter Architekturstile, die sich aus vorherigen Baustilen entwickelt hatten und vor allem prunkvolle und große Bauten wurden so aufwändig gebaut. Im Alltag verwendete man eher zweckmäßige Baustile und legte sehr wenig Wert auf Optik. Die Fachwerkhäuser aus dieser Zeit zeigen, dass man kleine Räume und Fenster bevorzugte und eher spartanisch lebte. Funktionalität stand im Vordergrund und erst im Hochmittelalter bauten die Patrizierfamilien große Steinhäuser in den Städten und verzierten ihre Heime mit den Elementen der Kirchenbauten. Der Freisinger Dom gehört zu den schönsten Sakralbauten im Stil der Romanik und der Hauptaltar mit seinen Deckenfresken beeindruckt garantiert jeden Besucher. Die Romanik konnte sich nördlich der Alpen von ca. 1000 bis weit ins 13. Jahrhundert halten und zeigt die typischen Rundbögen und die Überwölbung riesiger Räume. Bedenkt man mit welchen Arbeitsmitteln damals hantiert wurde, beeindrucken alle prächtigen Bauwerke aus dem Mittelalter, die der Zeit trotzen konnten, noch weitaus mehr.

Steinbrücken und Burgenbau im Mittelalter

Steinbrücken mit bogenförmigen Öffnungen ersetzten im Mittelalter die Holzbrücken in den Städten. Die Alte Nahebrücke in Bad Kreuznach entstand um 1300 und knapp 150 Jahre später wurden auch die Brückenhäuser urkundlich erwähnt. Die Natursteinbrücke besteht aus Sandstein und Porphyr und war ursprünglich 135 Meter lang. Rund 30 dieser Steinbrücken aus dem Mittelalter sind noch erhalten und wurden im Laufe der Zeit restauriert. Die unruhige Zeit des Mittelalters war sicherlich der Hauptgrund für den Bau der vielen Burgen. Sie sollten in sich geschlossen ihre Bewohner vor Angriffen schützen und eine der bekanntesten Burgen in Deutschland, die um das 12. Jahrhundert entstand, ist die Burg Eltz in Rheinland-Pfalz. Sie wurde nie erobert oder verwüstet, ist noch heute weitgehend erhalten und kann besichtigt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *