Diepold II.                                                Graf von Berg 1116/27-1160
--------------                                               Vogt von Urspring
    -19.5.1160/65
 

Jüngerer Sohn des Grafen Heinrich I. von Berg und der  Adelheid von Mochental, Tochter von Diepold von Giengen
 

Eberl Immo: Seite 35,80
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"Die Grafen von Berg"
in: Ulm und Oberschwaben, Zeitschrift für Geschichte und Kunst

Diepold II., Graf von Berg, übernahm die Grafschaft seines Bruders zwischen 1116 und 1127; 1127 wurde er Vogt des Klosters Urspring und war Zeuge in einer Urkunde des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg. Er trat letztmals 1160 urkundlich auf und starb an einem 19. Mai zwischen 1160 und 1165 . Er war spätestens seit der Mitte der 30-er Jahre des 12. Jahrhunderts mit Gisela von Andechs vermählt, die - vermutlich nach ihrem Ehemann  - an einem 7. oder 8. April nach 1150  starb. Sowohl Diepold II. als auch seine Gemahlin Gisela dürften in der Berger Familiengrablege im Kapitelsaal Kloster Zwiefalten beigesetzt worden sein.
Trotz diesen vielfältigen Verbindungen zu den kirchlichen Reformkreisen, die auch aus der mütterlichen Verwandtschaft Graf Diepolds bekannt sind, obwohl diese nachweislich kaisertreu war, standen die Grafen von Berg auf der Seite der staufischen Partei, wie die Erwähnung der beiden Brüder Diepold von Berg und Rapoto von Wartstein als Zeugen der Schenkungen des Guntram von Adelsreute an Kloster Salem während des Herzogslandtages am Königstuhl beweist. Mit der Übernahme des Königtumes durch die STAUFER rückten die Grafen von Berg mehr in die Königsnähe. Die Brüder Diepold und Rapoto erschienen 1139 in der Schutzurkunde KONRADS III. für das Kloster Denkendorf, die der König in Markgröningen ausstellte. Graf Diepold trat als Zeuge in der Schutzurkunde KONRADS III. für Kloster Interlaken auf, die 1146 in Ulm ausgestellt wurde, und ebenso in der gleichfalls in Ulm 1158 für die Zelle St. Martin auf dem Zürichberg ausgestellten Urkunde FRIEDRICHS I. BARBAROSSA. Der Graf von Berg folgte nach diesen Erwähnungen dem König keineswegs durch das Reich, sondern erschien ausschließlich am Hof, wenn dieser sich in Schwaben aufhielt.
 
 
 
 

  oo Gisela von Andechs, Tochter des Grafen Berthold IV.
               -7. oder 8.4. nach 1150
 
 
 
 

Kinder:

  Berthold Graf von Berg 1160/95
         -4.9.

  Ulrich I.
         -22.12.1208

  Heinrich Bischof von Würzburg (1191-1197)
         -14.5.1197

  Diepold Bischof von Passau (1172-1190)
         -3.11.1190

  Otto Bischof von Freising (1184-1220)
        -17.3.1220

  Mangold Bischof von Passau (1206-1215)
          -8.6.1215

  Gisela
        -14.5.