Elisabeth von
Österreich
Gräfin von Winzenburg
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1124 † 20.5.1143
Jüngere Tochter des Markgrafen Leopolds
III. des
Frommen von Österreich aus dem Hause BABENBERG und der
Agnes
von Waiblingen, Tochter von Kaiser
HEINRICH IV.
Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
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Die Nachkommen Karls des Großen."
XIII. 125 b. ELISABETH
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* ca. 1120, † 1143 20.V.
Gemahl:
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1142
HERMANN II., Graf von Winzenburg
† 1152 29.I.
Schwennicke Detlev: Tafel 84
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"
ELISABETH
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† 20.V.1143
oo 1142
HERMANN II.,
Graf von Winzenburg
† 30.I.1152 ermordet Winzenburg
Thiele, Andreas: Tafel 115
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen
Geschichte Band I, Teilband 1"
ELISABETH
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† 1143
oo HERMANN II. Graf von Winzenburg
† 1152
Lechner, Karl: Seite 135,139
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"Die Babenberger. Markgrafen
und
Herzoge
von Österreich 976-1246"
Der größte Gewinn aber
kam Liutpold nach den Grafen
von Ratelnberg, einem Seitenzweig der Grafen von Formbach zu. Auf
mehrerlei Weise müssen hier Besitz und Hoheitsrechte an die BABENBERGER gekommen sein,
vermutlich schon von Itha, der
Mutter Liutpolds III., her. Sie
stammte höchstwahrscheinlich aus dem Hause der RATELNBERGER. In den
Händen dieser Seitenlinie lag die Vogtei über Kloster
Göttweig seit der Gründung bis 1121/22, die dann Adalbert, Markgraf Liutpolds ältester Sohn
aus seiner ersten Ehe, erhielt. Ein Vetter
von Itha, Graf Hermann I. von Ratelnberg, ging eine
enge Verbindung zu Sachsen ein und erwarb durch die Heirat mit der
Erb-Tochter des Grafen von Assel die bischöflich-hildesheimische
Lehensburg Winzenburg, nach der er sich (auch noch in
Bayern-Österreich) nannte. Sein
Sohn Hermann II. tritt zum letzten Mal um 1122/23 in
Österreich auf, wobei er eine große Schenkung an
Göttweig machte - aber nicht mehr als Vogt! Ab 1123 nennt er sich
nur mehr „von Winzenburg" und 1129 „Landgraf" von Thüringen [69 FRA 11/69, Nr. 224; die Bemerkung
des Herausgebers des Göttweiger Traditionsbuches, A. Fuchs,
daß Hermann II. im Jahre
1130 gestorben sei, ist falsch. Vgl. auch Dungern. GenHb, 39, Tafel 3;
Tyroller, Genealogie T. 9, Nr. 35. Dieser vermengt zum Teil beide Hermann, Vater und Sohn. Dieser Hermann II. von Winzenburg hat im
Jahre 1142 Elisabeth, eine jüngere Tochter Markgraf Liutpolds
III. geheiratet, die aber schon im Jahr darauf starb.
Übrigens wurden dem Grafen
Hermann von Winzenburg
wegen eines Friedensbruches im Jahre 1130 von König LOTHAR seine Würden
und Lehen entzogen, was erst 1134 wieder rückgängig gemacht
wurde. Zu den Grafen von Winzenburg vgl. auch: R. Figge, Die Rolle der
Winzenburg in der deutschen Geschichte, in: Alt-Hildesheim, H. 30
(1959) 10-17. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht Graf Hermann II. von Winzenburg,
dessen Gerichtssiegel (ohne Wappen Staatsarchiv Wolfenbüttel)
abgebildet ist. Ein nur teilweise richtiger Stammbaum der FORMBACHER ist beigegeben.
Jüngst wurde nun die Meinung vertreten, daß Adelheid, die erste Gemahlin Adalberts, des ältesten Sohnes Markgraf Liutpolds
aus seiner ersten Ehe, eine Tochter
Graf Hermanns I. von Ratelnberg (-Winzenburg) gewesen sei, so
daß von dieser Verbindung her ein entscheidender Anfall Ratelnbergischen Erbes an die BABENBERGER, besonders an Adalbert erfolgt sei. Dazu
Mitscha-Märheim (Cadolt von Mailberg), Stammtafel. Die
unbezweifelbar engen Beziehungen, die zwischen dem Markgrafen-Sohn Adalbert und der Familie der CADOLDEN (MAILBERGER) nachzuweisen sind, hat
Dienst, Babenbergerstudien 131-146, zur Annahme geführt, daß
Adalberts erste Gemahlin diesem
Geschlecht zugehört hat. Mitscha-Märheim ließ dagegen
eine Tochter Markgraf Liutpolds III.,
aus seiner ersten Ehe mit einer Angehörigen der PERGER, mit Cadolt verheiratet sein. Deren
Mutter, die erste Gattin Markgraf
Liutpolds III., war eine Tochter
Walthuns von Perg († um
1120), dessen Gattin jedoch
schon vorher mit einem FORMBACHER
(Graf Heinrich, † um 1080)
verheiratet gewesen wäre, so daß auch auf diesem Wege noch
das FORMBACHER Gut an Liutpold III. gekommen sei. Wenn
dem letzteren Zeitansatz und Schluß auch eine zu 1090/95 zu
setzende Tradition der Witwe Graf
Heinrichs an Göttweig (FRA 11/69, Nr. 22) widerspricht, so
darf der Annahme, daß die erste
Gattin Markgraf Liutpolds
eine Tochter Walthuns von Perg
gewesen sei, umso mehr zugestimmt werden.].
Wenn wir uns kurz den Kindern Markgraf Liutpolds zuwenden,
so hörten wir bereits vom ältesten
Sohn Adalbert. Er war, wie wir aus zwei Traditionen von ihm an
Klosterneuburg wissen, zweimal verheiratet, das erste Mal mit einer Adelheid, die vor 1132 gestorben
sein muß, und deren Familienzugehörigkeit umstritten ist,
das zweite Mal mit Sophie, der Schwester König Belas II. von Ungarn.
Von den Söhnen Heinrich
und Liutpold werden wir
ausführlich zu sprechen haben. Der Sohn Ernst ist bereits nach 1137
gestorben. Von Otto, Propst von Klosterneuburg, Abt von Morimund, Bischof von Freising, gestorben
1158, war bereits die Rede. Der Sohn
Konrad war von 1148-64 Bischof
von Passau, von 1164-68 Erzbischof
von Salzburg. Die älteste,
nach der Großmutter genannte
Tochter Bertha war mit dem
Burggrafen Heinrich III. von Regensburg
verheiratet, dem sie nach dem „österreichischen Landbuch"
als väterliche Aussteuer die Burg
Persenbeug und den Markt Ybbs zugebracht haben soll. Das
widerspricht aber dem geschichtlichen Tatbestand, wonach die BABENBERGER erst an der Wende des
12. und 13. Jahrhunderts in den Besitz von Burg und Herrschaft
Persenbeug gekommen sind 90. Von den Töchtern
Liutpolds war, wie schon gesagt, Agnes mit Herzog Wladislaw
von Polen-Schlesien vermählt, starb aber schon ein
Jahr vor ihrem Vater; Gertrud,
mit Herzog Wladislaw II. von Böhmen.
Sie hat vermutlich erst nach dem Tode ihres Vaters geheiratet, so wie Elisabeth, die 1142 den Grafen Hermann II. von Winzenburg
geheiratet hat, aber schon im Jahr darauf starb, wie Judith, die mit Markgraf Wilhelm von Montferrat
vermählt war. Sieben Kinder sind jung gestorben. Die Markgräfin Agnes starb im Jahr
1143.
1142
oo 1. Hermann II. Graf von Winzenburg
x um 1100
† 29./30.1.1152
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des
Großen.
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 11 Seite 23 -
Lechner, Karl: Die Babenberger.
Markgrafen
und
Herzoge
von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 139,347 A. 69 - Schwennicke
Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio
Klostermann
GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 84 - Thiele, Andreas:
Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I,
Teilband
1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 115 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des
deutschen
Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau
Verlag
Köln
Weimar Wien 2004 Seite 342,363, 371-373,374,392,829 -