Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 663
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Riccardo Annibaldi
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* im 1. Dezennium des 13. Jh., + 1296
Wurde 1237 von Gregor
IX. zum Kardinaldiakon von S. Angelo in Pescheria erhoben;
in der Folge zum Rektor von Campagna und Marittima ernannt, übte
er dieses Amt bis 1249 aus, später hatte er bis 1252 die Würde
des Vicarius von Innozenz
IV. in Rom inne. In den folgenden Jahren, unter Papst
Alexander IV. (1254-1261), spielte Riccardo
Annibaldi eine bedeutende Rolle in den politischen Ereignissen
in Rom und im Königreich Sizilien. Er war Anhänger der englischen
Partei an der Kurie und unterstützte - ohne Erfolg - die Kandidatur
Edmunds von Lancaster für die
Nachfolge im Königreich. Es gelang ihm jedoch, RICHARD
VON CORNWALL das Senatorat von Rom zu sichern (1261). Während
des Pontifikats der Franzosen Urban IV. (1261-1264) und Clemens
IV. (1265-1268) betrieb Riccardo Annibaldi
eine deutlich ANJOU-freundliche
Politik: Er bereitete die Wahl Karls
von Anjou zum Senator von Rom vor (1263), unterstützte
dessen Landung in Italien und begleitete ihn bei seinem Eroberungsfeldzug
gegen das Königreich bis zur Grenze. Sein Eintreten für die Sache
der ANJOU, die er vielleicht noch wärmer
unterstützte als Clemens IV. selbst, wurde in der Folge anscheinend
weniger intensiv: In der Tat erwies sich Riccardo
Annibaldi 1268-1271 als Anhänger
der kaiserlichen Partei. Neben seiner politischen Aktivität ist besonders
seine Förderung des Ordens der Augustinereremiten bemerkenswert, dessen
sich Riccardo Annibaldi bis zu seinem
Tode annahm.